Monthly Archives: Juli 2018

Broeckelmann hält Wort: Der Bart ist ab!

Das ging schnell: Nur zwei Wochen nach dem Lehrer-Schüler-Fußballspiel hat Janeck Broeckelmann seinen Worten nun Taten folgen lassen. Angesichts des epochalen 5:0-Sieges der Schülermannschaft über das Lehrerteam hat der junge Mittelfeldstratege seinen Bart geopfert! Ursächlich dafür war die etwas unvorsichtige Ankündigung Broeckelmanns vor dem Spiel, im Falle eines Sieges das liebgewonnene Gesichtshaar zu opfern. Wie Broeckelmann mitteilte, war es nach einer knapp zweiwöchigen Abschiedsphase jetzt endlich soweit: An seinem Urlaubsdomizil ließ der zukünftige Zwölftklässler dem Rasierer freien Lauf und löste damit sein Versprechen ein.

Während der DFB nach ebenso langer Zeit immer noch nicht mit einer ernsthaften Aufarbeitung des WM-Aus begonnen hat, zeigt die Nr.11 des Schülerteams, dass der Nachwuchs bereit ist, in Zukunft Verantwortung zu übernehmen. Das kommt gerade zur rechten Zeit: 2022 wird Broeckelmann 22 Jahre alt und ist damit dann exakt im selben Alter wie ein gewisser Mario Götze bei der 2014er-WM in Brasilien. Die erste Winter-WM in Katar könnte also zur ganz großen Bühne für den Perspektivkicker werden. Sollte auch er zum Man of the Match werden und den Titel am 4. Advent 2022 mit der nächsten goldenen Generation holen, böte das traditionelle GaT & Max-Together am Vorweihnachtsabend einen würdigen Rahmen für den Empfang des künftigen Weltmeisters – und das zudem im Jahr des 150. Schuljubiläums! Wenn das keine guten Vorzeichen sind…

Wir wünschen schöne Ferien!

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Eltern, den Kolleginnen und Kollegen und Freundinnen und Freunden des Max-Windmüller-Gymnasiums schöne, sonnige und ereignisreiche Sommerferien und eine erholsame Urlaubszeit!

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit im Schuljahr 2017/2018 und freuen uns darauf, diese im kommenden Schuljahr fortzusetzen.

„Klimaschutz – Aufgabe ohne Grenzen“: Max-Schüler nahmen an deutsch-französischem Projekt teil

33 Jugendliche aus Emden und der Normandie arbeiteten im Juni 2018 14 Tage lang mit viel Motivation und Spaß an der grenzüberschreitenden Fragestellung des transnationalen Küsten- und Klimaschutzes.

Austauschfahrten in fremde Länder bieten nach wie vor Anlass für spannende Erzählungen. Neue Menschen kennenlernen, Fremdsprachen anwenden, die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten – alleine schon deshalb wäre die Frankreichreise der 17 Schülerinnen aus Emden an das landwirtschaftliche Gymnasium „Le Robillard“ nach Lieury in der Normandie einen umfangreichen Bericht wert. Die nun abgeschlossene internationale Projektarbeit mit dem Titel „Klimaschutz – Aufgabe ohne Grenzen“ ist aber gerade deshalb erwähnenswert, weil sie über den klassischen Austauschgedanken hinausgegangen ist und den entstandenen Austausch in ein thematisches Arbeitsfeld eingebettet hat: 14 Tage lang arbeiteten die Jugendlichen in deutsch-französischen Gruppen an der Fragestellung, inwiefern der anthropogene CO2-Ausstoß die Küstenregionen Ostfrieslands und der Normandie beeinflussen wird. Darüber hinaus erarbeiteten sie lösungsorientierte Maßnahmen, um den eigenen CO2-Verbrauch zu reduzieren. Im Kern zeigten die Jugendlichen dabei, dass beispielsweise ein bewusstes Konsumverhalten von saisonalen und lokalen Produkten dazu führen könne, den Anstieg der Meeresspiegel zu bremsen. Auch der Umgang mit regenerativen Energien wurde innerhalb der deutsch-französischen Projektgruppen thematisiert.

Auch abseits dieser thematischen Klammer wurde viel Interessantes entdeckt: In Frankreich standen neben der Projektarbeit Exkursionen unter anderem in den Louvre, zum Mont St. Michel und dem zentralen Erinnerungsort für die Befreiung der Normandie am 6. Juni 1944, dem Mémorial in Caen, auf dem Programm. In Emden waren eine Wattwanderung von Neßmersiel nach Baltrum sowie eine Besichtigung des Sielwerkes Knock und des Rundwarftendorfes Rysum Highlights. Das lustige Drachenbootfahren auf den Emder Kanälen sowie die obligatorische Emder Teezeremonie waren ebenfalls Höhepunkte des einwöchigen Programms in Emden.

Das in diesem Jahr von Boris Benner und Wilke Held geleitete Austauschprogramm mit dem landwirtschaftlichen Internat in Frankreich– welches in diesem Jahr auch durch die großzügige Ko-Finanzierung von zwei externen Partnern möglich gemacht wurde – soll auch in Zukunft weitergeführt werden. 33 um wichtige Erfahrungen reichere Jugendliche sind schließlich 33 wertvolle Argumente, auch in Zukunft Grenzen zu überwinden.

Kieler Woche: Max-Windmüller-Gymnasium belegte den ersten Platz in der Schulwertung

Am Donnerstag, den 15.Juni 2018, traf sich eine bunt gemischte Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Lehrern und Eltern des Max-Windmüller-Gymnasiums, um den Weg zur Kieler Woche anzutreten. Dank der Segellehrer Detlef Hillers und Uwe Kinast durften neun Mitglieder der Segel-AG an der 129. Kieler Marinekutter-Regatta der offenen Klasse teilnehmen.

Nach einer angenehmen Anreise wurden auf dem sonst so streng gesicherten Marinestützpunkt an der Kieler Förde bei gutem Wetter die Zelte aufgebaut. Nachmittags unternahm die Gruppe einen Ausflug zum Olympiazentrum in Schilksee, wo es von Seglern aus der ganzen Welt nur so wimmelte. Die Max-Mannschaft war beeindruckt von der Vielzahl von Nationalitäten und dem besonderen Flair des Hochleistungssegelsports. Zudem traf die Gruppe dort auf den ehemaligen Max-Schüler Johannes Janhsen, der seinen Bundesfreiwilligendienst beim DSV am Olympiazentrum in Schilksee absolviert. Er berichtete der Gruppe von seinem sozialen Jahr und seinen Aufgaben.

Nach einer ruhigen Nacht startete am Freitagvormittag das erste Training, in dem es für die sonst Opti und 420er segelnden Schülern hieß, den Kutter kennenzulernen. Alle waren sehr gespannt und hatten unterschiedlichste Erwartungen. Allerdings hielt sich die Begeisterung bei einigen Seglern in Grenzen, da nur sehr mäßiger Wind aufkam und der Kutter recht behäbig übers Wasser segelte. Dafür steigerte sich der Wind in den nächsten Tagen.

Am Samstag um 13 Uhr startete die erste Wettfahrt mit 22 Kuttern: Alle waren aufgeregt und hofften auf guten Wind. Die Mannschaft bestand aus dem Steuermann und acht Seglern. Die Marinekutter, die von der Bundesmarine eigens für dieses Ereignis aus allen Standorten zusammengezogen wurden, wurden alle zwei Wettfahrten neu zugelost. Ein Umstand, dessen Bedeutung erst während der Wettfahrt ersichtlich wurde, denn so lief das erste Boot nicht die gewünschte Höhe im Vergleich zu anderen Schiffen.

Mitten in der Wettfahrt hatten die Segler mit einer Regenfront zu kämpfen, doch die Mannschaft meisterte pitschnass die Situation. Obwohl das Team vom Kutter des Polizeiteams Hamburg gerammt wurde, segelte es trotzdem als achtes Boot durchs Ziel.

Als Belohnung gab es ein ausgiebiges Essen und gestärkt verging der Abend in guter Stimmung. Am Sonntagmorgen fiel das Aufstehen schon nicht mehr so leicht und die Max-Segler gingen nach einem Frühstück um 8:30 Uhr zum Wasser, um ihr Boot aufzutakeln. Der Sonntag war mit drei Wettfahrten der Hauptsegeltag. Das Wetter war teils sonnig, teils bewölkt und ein stetiger Wind wehte. Das Team fand sich immer besser in die aufeinander abgestimmten Manöver auf dem Boot ein, denn gerade bei dem schwachen Wind war es wichtig, den richtigen Bootstrimm zu finden.

Unsere Mannschaft belegte bei den ersten beiden Fahrten die Plätze 6 und 18: In dieser schlechtesten Wettfahrt in der Serie wurde das Team nach einer Tonnenberührung vom Schiedsgericht zu einem 180 Grad-Strafkringel angepfiffen, die Behinderung eines anderen Bootes, die diese Berührung erst verursachte, wurde nicht geahndet. Die Max-Crew verzichtete auf einen Protest, da es keine weiteren Zeugen gab. Dieses Ergebnis war am Ende der Serie das Streichergebnis.

Nach dem Mittag wurden abermals die Boote neu vergeben und das Team konnte mit einem guten Start ins vordere Drittel segeln. Die in der Innenförde mit der Landabdeckung drehenden Winde führten in dem engen Feld zu ständigen Positionswechseln und nur ein Geniestreich an der letzten Luv-Boje ermöglichte am Ende des Tages Platz 9.

Die Crew genoss den Rest des Tages bei einer weiteren Pizza und mehreren Partien Schwedenschach.

Montagmorgen, am letzten Regattatag, ging die Mannschaft hochmotiviert an den Start. Nun war die Gruppe gut eingespielt und jeder wusste, was er zu tun hatte.

Die Schülerinnen und Schüler ersegelten sich auf der ersten Wettfahrt, in der sogar ein U-Boot das Regattafeld kreuzte, einen tollen sechsten Platz.

Die letzte Wettfahrt sollte die spannendste werden: Es gelang dem Team ein 0-Start in Lee und mit der begünstigten Seite segelte die Max-Crew an die Spitze. Bis kurz vorm Ziel das Team an erster Position, dicht gefolgt von zwei weiteren Kuttern. Leider konnte es die Position nicht halten, da sich die hinteren Teams für extreme Schläge nach rechts und links entschieden. Diese beiden Mannschaften ersegelten sich die ersten beiden Plätze, die Mannschaft des Max landete auf einem sehr guten dritten Platz.

Eine tolle Leistung des Max-Teams, das mit Seglern im Alter zwischen 12 und 16 Jahren die jüngste Mannschaft der diesjährigen Marinekutter-Regatta stellte.

Das Team gewann den Preis bei dieser Regattaserie für die beste Schulmannschaft, der vor 10 Jahren von der Schule Schloss Salem gestiftet wurde, die auch in diesem Jahr eine der teilnehmenden Schulmannschaften war. Im Gesamtfeld landeten die Max-Schüler auf dem 7. Platz und erhielten den Preis der Kieler Nachrichten.

Die Schülerinnen und Schüler kamen mit einem Berg von Eindrücken nach Hause: Das Erlebnis dieses wunderschönen Volksfestes am Meer und die Teilnahme an der größten Segelregatta der Welt haben bereits zu Plänen für das kommende Jahr geführt. Dann soll der Preis der besten Schulmannschaft verteidigt werden und auch in der Gesamtwertung soll es dann weiter nach oben gehen.

Haben erfolgreich an der Kieler Woche teilgenommen: Okka Barghoorn, Julia Detering, Eike Eilers, Detlef Hillers, Wencke Jürrens, Uwe Kinast, Rouven Miege, Natascha Nörder, Sean Petersen, Fenja Schoof, Kevin Stomberg.

 

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