Monthly Archives: April 2020

Ein Kämpfer für das Leben: Nachruf auf Denis Goldberg

Selten hatte das Max-Windmüller-Gymnasium einen prominenteren Gast: Im Juni 2017 besuchte Denis Goldberg das Gymnasium und die Neue Kirche, um aus seinem Leben und über seinen Kampf für Freiheit und Menschenrechte zu berichten. Als einziger Weißer wurde er 1963/64 während des sogenannten Rivonia-Prozesses für seine Taten im Kampf gegen das brutale Regime der südafrikanischen Apartheid-Regierung zu lebenslanger Haft verurteilt. Schon früh hatte Goldberg erkannt, dass das System der Rassentrennung ein Verbrechen ist und begonnen sich zur Wehr zu setzen, bis er schließlich in Pretoria vor Gericht gestellt wurde- neben weiteren Angeklagten wie Walter Sisulu, Ahmed Kathrada und dem späteren Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela.

Alle gemeinsam erwarteten angesichts des unbarmherzigen Kampfes der Regierung gegen ihre Gegner die Todesstrafe. Doch statt dieser verhängte das Gericht, wohl auch angesichts der Furcht vor einer Eskalation der Gewalt, lebenslange Haftstrafen für die sogenannten Verschwörer. Während Mandela und alle weiteren schwarzen Verurteilten auf die Gefängnisinsel Robben Island geschickt wurden, sperrte man Goldberg in Pretoria ein, denn die Rassentrennung galt selbst in der Haft.

Denis Goldberg im Februar 2020 mit seiner Lebensgefährtin Deidre Abrahams und Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa.

Dort verbrachte Goldberg 22 Jahre, bis er 1985 angesichts des zunehmenden Drucks auf das rassistische Regime freigelassen wurde. Er ging zunächst nach Israel und später nach London. Dort kämpfte er im Exil gegen die Apartheid-Regierung und vertrat die Interessen der unterdrückten schwarzen Mehrheitsbevölkerung vor den Vereinten Nationen in New York.

Nach dem Ende der Rassentrennung blieb Goldberg zunächst in Großbritannien, bevor er 2002 nach Südafrika zurückkehrte. Nach einer kurzen Beratertätigkeit für die Regierung engagierte er sich für den Aufbau und die Entwicklung einer neuen südafrikanischen Gesellschaft. Zudem berichtete Denis Goldberg während unzähliger Vortragsreisen unermüdlich aus seinem Leben, um für Menschenrechte, Gleichberechtigung und Freiheit zu werben. 2017 kam Goldberg das letzte Mal nach Europa: Bereits bei seinem Besuch am Max litt er unter gesundheitlichen Problemen, deren Ursache Lungenkrebs war, wie wenig später diagnostiziert wurde. Trotz dieser schweren Erkrankung gab er nicht auf und kämpfte weiter. Auch dem Max blieb er aus der Ferne verbunden: Im Dezember 2019 sendete er anlässlich der Ernennung zur UNESCO-Projektschule eine Video-Grußbotschaft, in der er dem Gymnasium gratulierte.

Besonders am Herzen lagen ihm bis zum Schluss junge Menschen: Mit dem Ziel, durch Kunst, Musik und Literatur die Situation für arme Kinder und Jugendliche in seiner Heimatgemeinde Hout Bay bei Kapstadt zu verbessern, gründete er eine Stiftung zur Errichtung eines „House of Hope“, das in diesem Jahr eröffnet werden soll.

Denis Goldberg starb am 29. April 2020 kurz vor Mitternacht im Alter von 87 Jahren.

 

 

75. Todestag Max Windmüllers: Schülerinnen und Schüler putzten Stolpersteine

Trotz der Corona-Pandemie haben einige Schülerinnen und Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums am Dienstag knapp 60 Stolpersteine geputzt: Anlässlich des 75.Todestages Max Windmüllers, der am 21.April 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges während eines Todesmarsches ermordet worden war, wurden an verschiedenen Stellen in der Emder Innenstadt die Messingoberflächen gereinigt, um auf die in den Boden eingelassenen Mahnmale und die Schicksale der Personen, für die sie verlegt wurden, aufmerksam zu machen.

Dieses Mal fand die Putzaktion gleich aus zwei Gründen unter besonderen Umständen statt, denn einerseits hätte Max Windmüller, der am 7. Februar 1920 in Emden geboren wurde, 2020 seinen 100. Geburtstag feiern können. Andererseits fiel in diesem Jahr der Todestag auf Yom Hashoah, den israelischen Gedenktag zu Ehren der Opfer des Holocausts. Ein besonderer Zufall, richtet sich doch dieses Datum nach dem gregorianischen Kalender, somit also immer an unterschiedlichen Tagen.

Anlässlich dieses besonderen Tages legten Julia Biskub, Merit Klus, Versavia und Jeremiah Kirchhof, Mia und Jule Bredebusch, Derya Aldemir und Louisa Franke am Ende einige Rosen nieder. Im November steht die nächste Putzaktion an: Dann werden die Steine anlässlich des Gedenktages für die Reichspogromnacht poliert.

Anmerkung: Die Stolpersteinreinigung fand nach behördlicher Genehmigung unter Berücksichtigung der aktuell geltenden besonderen Hygienemaßnahmen statt. 

 

 

Gedanken zu Corona: International Cooperation?

Auch Rosalie Steinmann ist im Moment ganz anders tätig als gewohnt: Als Lehrerin arbeitet sie an der Piter-Jelles-Montessori School in Leeuwarden in den Niederlanden. Dort ist ist mit internationalen Projekten betraut und ist deshalb auch schon einige Male auf Schülerinnen und Schüler des Max im Rahmen von  ERASMUS+-Projekten getroffen. Nachdem bereits ihr Kollege Sake Swart vor einigen Tagen einige Gedanken formuliert hat, äußert sich nun Steinmann mit einigen Überlegungen zur Zukunft internationaler Verständigung:

Schulbetrieb ab dem 20.04.2020

Auf der Grundlage der Verlautbarungen des Niedersächsischen Kultusministeriums gelten folgende Regelungen des Schulbetriebs in Corona-Zeiten ab dem 20.4.2020:

Der Schulbetrieb am Max wird sukzessive, beginnend mit dem 12. Jahrgang erst ab Montag, dem 11.5.2020,wiederaufgenommen. Bis dahin bleibt die Schule auch für den Publikumsverkehr geschlossen. (Ausnahmen sind in dringenden Fällen nach telefonischer Absprache möglich.)

Das Sekretariat ist nicht immer persönlich besetzt, jedoch immer telefonisch (Anrufbeantworter oder Weiterleitung) bzw. per Mail (email(at)max-emden.de) erreichbar. Alle Kolleginnen und Kollegen sind per Mail (IServ) erreichbar.

Für die Inanspruchnahme der Notfallbetreuung bitten wir um Anmeldung am Vortag per E-Mail (email(at)max-emden.de) bzw. Telefon 04921-8741-50.

Ab dem 22.4.2020 beginnt das offizielle „Lernen zuhause.“ (Einzelheiten werden in der nächsten Woche über die Homepage und IServ bekannt gegeben.)

Ich hoffe, dass uns eine gute und vernünftige Rückkehr in die ‚Normalität‘ gelingen wird und vor allem, dass alle gesund bleiben!

Mit freundlichen Grüßen

Frank Tapper

Emden, 17.4.2020

Max-DELF-AG weiterhin bei 100% Erfolgsquote

Und wieder einmal haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der DELF-AG ihre Prüfung an der VHS Leer erfolgreich absolviert und hierbei teilweise hervorragende Ergebnisse erzielt: 11 Schülerinnen und Schüler bestanden die DELF-A2-Prüfung, 2 Schülerinnen das Niveau B1 und erstmalig in der AG-Historie auch eine Schülerin das B2-Niveau.

Projekttreffen des Erasmus+ Projektes „WebRadiODD“ in Saint Etienne de Baïgorry

Am 08.02.2020 machte sich unsere kleine Reisegruppe (Chayma, Jule, Mia, Mia und Pia) in Begleitung von Frau Frers und Herrn Tillmann morgens mit dem Zug auf den Weg nach Düsseldorf, um von dort aus mit dem Flixbus nach Thuin (Ort unserer belgischen Partnerschule) zu gelangen. Dort wurden wir für eine Nacht von netten Gastfamilien aufgenommen

Corona – Pessach – Ostern: Drei Zutaten, die den heutigen Alltag beeinflussen – Tswi Herschel schreibt aus Israel

Vor zwei Monaten war Tswi Herschel anlässlich des 100. Geburtstages Max Windmüllers zum zweiten Mal zu Gast am Max (hier zum Video seines Besuches 2019). Auch er feiert in diesem Jahr das Pessachfest unter anderen Voraussetzungen als gewöhnlich. Zu diesem Anlass hat er einige Gedanken an uns geschickt:

Corona-Krise in den Niederlanden: „The world has had a rude awakening, but…“

Sake Swart ist seit Jahren ein Partner des Max-Windmüller-Gymnasiums: Als Lehrer arbeitet er in Leeuwarden in den Niederlanden und vertritt mit seiner Kollegin Rosalie Steinman die Piter-Jelles-Montessori School. Seit 2016 besteht im Rahmen der Zusammenarbeit des ERASMUS+-Projektes SIRS (hier ein Link zu einem Video der Projektarbeit) eine enge Kooperation zwischen dem Max und den Kollegen im Nachbarland,

Schülerartikel in der FAZ – Lokale Wirtschaft im Fokus

Nico Königs (Jg. 12) Firmenportrait über das Emder Unternehmen Fokken&Müller wurde am 02.04.2020 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgedruckt. Seit Anfang des Jahres nimmt ein Politik-Leistungskurs des Max-Windmüller-Gymnasiums am Projekt „Jugend und Wirtschaft“ teil, welches gemeinsam von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Deutschen Bankenverband angeboten und durchgeführt wird.

Work and Travel nach dem Abi: Eefke berichtet aus Kanada

Nach dem Abi die Welt entdecken: Eefke Menzel hat sich diesen Traum erfüllt und alleine Kanada bereist. Von ihren Work and Travel-Erfahrungen berichtet die Abiturientin des Jahrganges 2019:

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