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Climate Action Project: Max-Schüler berichtet von Konferenz in Maputo

So ein ambitioniertes UNESCO-Projektschul-Projekt gab es bislang noch nicht: 25 Länder aus ganzen Welt nehmen am neuen Climate Action Project teil, das sich mit den Folgen des Klimawandels und den daraus resultierenden Konsequenzen für unser Handeln beschäftigt. Zu den 26 deutschen Schulen, die an diesem Projekt beteiligt sind, gehört auch das Max-Windmüller-Gymnasium. Nach der Auftaktkonferenz der deutschen Vertreter, die im November in der Autostadt in Wolfsburg stattgefunden hat, hat nun das erste internationale Treffen in Afrika stattgefunden. Leo Schelzel (10c) ist Anfang Dezember nach Maputo in Mosambik gereist, um sich dort mit den Partnern aus den afrikanischen Ländern über Probleme und Strategien auszutauschen.

Hier ist sein Bericht:

Anfang Dezember letzten Jahres ging es für mich anlässlich der ersten Deutsch – Afrikanischen Klimakonferenz „Climate Action Now“ nach Afrika. Dieser internationale Workshop der UNESCO für Schüler und Lehrer setzte sich mit dem Klimawandel und Lösungsstrategien für diesen auseinander. Stattgefunden hat er in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik; außer Deutschland nahmen auch einige afrikanische Länder teil.

Da die UNESCO offenbar ziemlich kurzfristig geplant hatte, erfuhr ich erst vier Wochen davor von meinem Glück. Nachdem aber diese vier stressigen Wochen überwunden, das Visum gekommen, die Gelbfieberschutzimpfung erledigt und diverse Zettel unterschrieben waren, stand ich pünktlich am Samstag um 17:03 Uhr beim Treffpunkt auf dem Frankfurter Flughafen.

Als dann eine und eine halbe Stunde später auch die letzten Teilnehmer eingetroffen waren, ging es endlich los – so dachten wir zumindest. Doch nachdem wir schon eine Stunde im Flugzeug gesessen hatten und immer noch nicht flogen, kam die Meldung, dass aufgrund einen „technischen Problems“ der Flug leider auf den nächsten Tag verschoben werden müsse. Wenigstens die Bordspeise durften wir noch genießen, dann wurden alle Passagiere in verschiedene Hotels verfrachtet. Am nächsten Tag lief alles ohne Probleme ab, dennoch hatten wir so einen kostbaren Tag der Woche verloren.

Schließlich aber stiegen wir in Maputo aus dem Flugzeug. Das erste was auffiel: Es lag kein Schnee wie in Frankfurt, sondern war 33°C heiß. Statt Blitzern säumten Palmen die Straßen. Schnell noch Euro in Metical umwechseln, Pullover in den Rucksack stopfen und ab in den Bus, der uns zum „Matola-Hotel“ brachte. Als wir dort ankamen, ging es auch schon gleich los. Da die Afrikaner ja pünktlich gekommen waren, hatten sie schon angefangen – vertreten waren Uganda, Namibia, Senegal, Tansania und Mosambik. Zum Kennenlernen hatten wir aber erst später Zeit, denn sofort nach unserer Ankunft wurden wir in Gruppen eingeteilt und begannen mit den Workshops.

Zur Auswahl standen die Themen:

– Mobilität

– Gründung einer Schülerfirma

– Persönlicher Konsum

– Regionale Aktivitäten

– Globale Themenschwerpunkte

Dann, nach ersten Ergebnissen, konnten die Teilnehmer mit dem guten Gefühl, etwas geleistet zu haben, zu Abend essen. Das Hotel stellte uns zu jeder Mahlzeit ein Buffet zur Verfügung. Kartoffeln und Reis gab es immer, dazu variierend Fisch oder Fleisch und morgens Toast mit Marmelade. Nach dem Essen bekamen wir endlich unseren wohlverdienten Schlaf.

Am nächsten Morgen wurde die offizielle Eröffnungszeremonie, welche aufgrund des ausgefallenen Fluges einen Tag nach hinten verschoben worden war, durchgeführt. Verschiedene Leute hielten ihre Reden. Das Beste an der Zeremonie war eine traditionell mosambikanische Tanzeinlage, die alle in ihren Bann zog. Sogar einer der deutschen Betreuer tanzte mit. Anschließend ging es weiter mit den Workshops, ab dann mit den afrikanischen Teilnehmern zusammen. Gesprochen wurde Englisch.

Im Laufe der darauffolgenden Tage arbeiteten wir in Gruppen die Themen ab, präsentierten Ergebnisse und führten lange Debatten. Richtig kennenlernen konnte ich ein paar Afrikaner aber erst bei den Ausflügen, die wir unternahmen: Wir besichtigten eine Organisation, die kostenlose dreimonatige Ausbildungskurse für junge Frauen und Männer anbietet. Dort werden Dinge wie Korbflechten, Zimmern oder Hauswirtschaften gelehrt. Auch ein Museum und einen „Touristenmarkt“ besuchten wir, sowie den Strand. Eine neue Erfahrung waren besonders die Straßenhändler, denen viele aus der Gruppe zum Opfer fielen.

Als es dann nach Hause ging, war wir überrascht wie schnell doch die Zeit vergangen war.

In Erinnerung bleiben interessante und unvergessliche Eindrücke.                      

Fotos: Leo Schelzel

70 Jahre Exodus – Film über Festakt in Haifa

Nachdem sie 2016 an der Enthüllung einer Gedenktafel für das Exodus-Lager, das sich 1947/48 in der Emder Kaserne befunden hat, mitgewirkt hatten, waren die Schülerinnen und Schüler von Zippy Portnoy, die selbst als Baby im Emder Lager untergebracht war, und Izac Rozman, dem Sohn eines der Anführer der Emder Lagerinsassen, nach Israel eingeladen worden. Ein Jahr später war es nun soweit: Im Auditorium der Hafenstadt trafen die Emder auf Überlebende und Nachfahren der Exodus und sprachen neben Zippy Portnoy und Izac Rozman auch mit Yona Yahav, dem Bürgermeister der Stadt. Eine beeindruckende Veranstaltung, die die Bedeutung dieses Schiffes und seiner Passagiere für die Geschichte Israels deutlich werden ließ.

Tobias Bruns (Jg.11) hat über den Exodus-Festakt eine Reportage gedreht, der ab sofort auf dem YouTube-Channel der Schule zu finden ist – vielen Dank!

Unterstützt wurde diese Studienfahrt von der Stadt Emden, der Erwin-Petrikewitz-Stiftung, der Axel-Springer-Stiftung und den Lions Emden – vielen Dank!

„Eine Ostfriesin bin ich, auch wenn sie mich nicht mehr haben wollten.“ – Film über einen Besuch bei Auguste Moses-Nussbaum

Sie spricht fließend Plattdeutsch, freut sich über Tee und kennt das alte Emden noch bis ins Detail – Auguste Moses- Nussbaum ist zusammen mit ihrer Schwester Sophie Nussbaum eine der letzten beiden Überlebenden der ehemaligen jüdischen Gemeinde der Seehafenstadt. Die am 19.9.1923 geborene Emderin lebt heute in einer Seniorenresidenz in Kfar Sabar, in der Nähe von Tel Aviv/ Israel. Dort wurde sie im September 2017 von Schülerinnen und Schülern des Max-Windmüller-Gymnasiums und der BBS II besucht. Die Cousine Max Windmüllers hat mit dem Namensgeber unserer Schule ihre Kindheit in Emden verbracht. “ Ich war bei der Bar Mitzwa von Max“, erzählte sie den Schülerinnen und Schülern während des etwa einstündigen Gespräches. Gemeinsam mit ihrer Schwester Sophie ist Auguste Moses-Nussbaum eine der letzten beiden noch lebenden Emderinnen der vor dem Holocaust großen jüdischen Gemeinde der Seehafenstadt.

Dokumentiert wurde dieser Besuch von Tobias Bruns (Jg.11), der aus der Begegnung ein Video angefertigt hat – vielen Dank! Zu finden ist das Video auf dem YouTube-Channel des Max-Windmüller-Gymnasiums.

Unterstützt wurde diese Studienfahrt von der Stadt Emden, der Erwin-Petrikewitz-Stiftung, der Axel-Springer-Stiftung und den Lions Emden – vielen Dank!

Israel-Studienfahrt 2017: Video ist online!

Eine Einladung nach Haifa zu einem Festakt anlässlich des 70. Jahrestages der Ankunft der EXODUS führte zur ersten gemeinsamen Studienfahrt des Max-Windmüller-Gymnasiums mit Schülerinnen und Schülern der BBS II nach Israel. Im September 2017 besuchte die Gruppe in Begleitung der Lehrer Kai Gembler und Gero Conring neben der Jerusalemer Altstadt auch die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, mit der beide Schulen seit Mai 2017 eine Kooperation unterhalten. Dort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Seminartag teil, der neben einem Besuch des Museums und der Gedenkstätte auch ein Gespräch mit dem Zeitzeugen George Shefi beinhaltete. Zudem erklommen die Emder die legendäre Festung Masada und erkundeten das Tote Meer, bevor es zum Exodus-Festakt nach Haifa ging. Zum Abschluss der Reise besuchten die Schülerinnen und Schüler Auguste Moses-Nussbaum, eine Cousine Max Windmüllers, die dem Holocaust entkommen konnte und heute in Kfar Sabar in der Nähe von Tel Aviv lebt.

Ben Siedenberg (Jg.12) hat ein Video gedreht, das einen Gesamteindruck von den besonderen Erlebnissen dieser Reise vermittelt. Zudem hat Tobias Bruns (Jg.11) jeweils einen Film über den Exodus-Festakt und den Besuch bei Auguste Moses-Nussbaum angefertigt. Vielen Dank für diese tolle Arbeit, die auf dem YouTube-Channel des Max-Windmüller-Gymnasiums zu finden ist!

Unterstützt wurde diese Studienfahrt von der Stadt Emden, der Erwin-Petrikewitz-Stiftung, der Axel-Springer-Stiftung und den Lions Emden – vielen Dank!

Weihnachtsbesuch aus Martinique

Sonne, Sand und himmelblaues Wasser – alle Zutaten für ein karibisches Weihnachtsfest tauschte Aude Philipbert dieses Mal gegen Nordmanntanne, Weihnachtsgans und bestes ostfriesisches Winterwetter. Die 18jährige Französin hat Emden inzwischen fast zu ihrer zweiten Heimat erkoren:

Flohmarkt für den guten Zweck

Mit einer ganz besonderen Spendenaktion haben die Erdkundekurse des 11. Jahrgangs, die Weltretter-AG sowie Mitglieder der Schülervertretung des Max-Windmüller-Gymnasiums die indische Zilla Parishad Primary School unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten in der Verwandtschaft, im Freundeskreis und auch im Lehrerkollegium des Max fleißig Sachspenden, die dann auf dem Flohmarkt in der Nordseehalle verkauft werden sollten.

Bye Bye Plastic Bags

ByeByePlasticBags (BBPB) – unter diesem Motto hat sich in den vergangenen Wochen unter der Leitung von Sabrina Neubert und Julina Gerdes (beide 8a) eine Gruppe von 15 Schülerinnen und Schülern am Max mit dem Ziel zusammengefunden, die Öffentlichkeit auf die Problematik des Plastikmülls in den Ozeanen hinzuweisen und den Plastiktüten in Emden den Kampf anzusagen.

YOUgend Integrate-Sporttag am Max

Unter dem Motto „Sport verbindet“ hat die Schülervertretung des Max-Windmüller-Gymnasiums am vergangenen Sonntag das Integrationsprojekt YOUgend Integrate zu sich in die Max-Halle eingeladen. Etwa 50 Sportbegeisterte kamen zusammen, um gemeinsam Fußball, Tischtennis, Volleball oder etwas anderes zu spielen.

Max nimmt an neuem UNESCO-Projekt zum Klimawandel teil

Zwei Grad oder drei? Oder doch sogar vier Grad Erwärmung? Dass der Klimawandel Realität ist, gilt längst als gesichert: Angesichts der steigenden globalen Temperaturen erwarten Forscher einschneidende Veränderungen, die Auswirkungen auf vielfältige Bereiche haben werden. Wie stark diese ausfallen werden, hängt maßgeblich davon ab, wie wir uns künftig verhalten – und genau darum geht es beim Climate Action Project der UNESCO.

Klimakunst: „Klappe die Zweite“

In einem kurzen Film den Klimawandel darstellen und die Menschen zum Handeln bewegen?
Das haben sich die Achtklässler an zwei Projekttagen zum Thema Klimakunst vorgenommen. Zusammen mit Künstlerin Anna Arndt erzeugten sie in ihrer artistic seed eine „Bilderflut“, die das komplexe Thema des Klimawandels vermitteln und gleichzeitig Emotionen hervorrufen soll.