Das Exodus-Lager in Emden – Zippy Portnoy erzählt

Viele Jahre war es fast vergessen: 1947 und 1948 war Emden für fast ein Jahr Teil der Weltgeschichte. Knapp 2400 Juden, die mit dem Schiff „Exodus“ nach Palästina hatten auswandern wollen, waren in dieser Zeit in der Emder Kaserne untergebracht. Nachdem ihnen die Einreise von den Briten verwehrt worden war, waren sie wieder zurück nach Deutschland transportiert worden. Vom Hamburger Hafen wurden die Flüchtlinge zunächst in verschiedene Lager gebracht, bevor sie schließlich im November 1947 nach Emden kamen. Bis sie endlich ins neu gegründete Israel auswandern konnten, lebten die Juden dort bis August 1948.

Über diese atemberaubende Episode der Weltgeschichte wird am Donnerstag, den 8.9.2016, in der fünften und sechsten Stunde eine ehemalige Bewohnerin des Emder Exodus-Lagers erzählen: Zippy Portnoy, die als Baby nach Emden kam, reist anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel für das Lager nach Deutschland und macht in diesem Rahmen auch Station am Max. In Begleitung der Historikerin Gesine Janssen wird sie vor Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrganges aus ihrem Leben berichten.

Neben dieser Schulveranstaltung findet am Abend des 8. September 2016 um 19.30 Uhr im Rummel des Rathauses eine öffentliche Vortragsveranstaltung zur Geschichte der Exodus-Flüchtlinge statt. Die Enthüllung der Tafel, an der auch Schülerinnen und Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums mitwirken, findet am Freitag, den 9.September um 10 Uhr am Haupttor der Kaserne statt.

Weitere Informationen zum Thema gibt es hier:

Bericht der Emder Zeitung

Bericht der Emder Zeitung

Exoduspassagiere in Emden- von Gesine Janssen

Exodus-Plakat

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