Gegen Einsatz von Kindersoldaten- Max-Windmüller-Gymnasium setzt Zeichen

Über 250.000 Jungen und Mädchen – Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge ist das die Zahl der Kinder weltweit, die ein Leben als Soldaten verbringen. Anstatt zur Schule zu gehen oder zu spielen kämpfen sie in Ländern wie Syrien, Indien, Afghanistan oder Kolumbien und werden dort als Spione, Minensucher oder billiges Kanonenfutter eingesetzt. Oftmals werden sie entführt und durch Misshandlungen, Drogen oder Geld gefügig gemacht und riskieren ihr Leben.
Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, hat die Schülervertretung des Max-Windmüller-Gymnasiums eine große Aktion zum Red Hand Day durchgeführt. Diesen internationalen Aktionstag gibt es seit dem 12. Februar 2002. Damals hatten die Vereinten Nationen ein Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention verabschiedet, um Kinder und Jugendliche besser vor Krieg schützen zu können. Erstmals wurde damit beschlossen, dass die Zwangsrekrutierung von Kindern und Jugendlichen illegal ist. Ein Verstoß gegen diese Konvention ist ein Kriegsverbrechen, das vom Internationalen Gerichtshof bestraft wird. Inzwischen haben 166 Staaten dieser Erde diesen Vertrag unterzeichnet, doch leider haben sich 30 Länder noch immer nicht dazu verpflichtet.
Aus diesem Grund soll durch den Red Hand Day auf diese unerträgliche Situation aufmerksam gemacht werden: „Wir freuen uns, dass so viele Schülerinnen und Schüler unserem Aufruf zur Teilnahme an der Aktion gefolgt sind“, so Finn Bjerknes von der Schülervertretung. Zwei Schulstunden haben die SV-Mitglieder die roten Handabdrücke ihrer Mitschüler gesammelt, um sie demnächst an Timo Wölken zu überreichen. Der EU-Parlamentarier besucht im Mai die Schule und soll die Red Hands in Empfang nehmen, um sie weiterzureichen, wie Finn und die SV-Mitglieder hoffen: „Am besten an die Vereinten Nationen, damit der Einsatz von Kindersoldaten endlich aufhört.“

Auf dem YouTube-Channel des Max ist ein Video der Aktion zu finden:

 

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