Max kooperiert künftig gemeinsam mit der BBS II mit Yad Vashem

 „Ich freue mich außerordentlich, dass mit den Unterschriften am heutigen Tag die bestehende Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Yad Vashem weiter mit Leben gefüllt wird.“ Mit diesen Worten würdigte die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt die Arbeit des Max-Windmüller-Gymnasiums und der BBS II anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages beider Schulen mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Nachdem im vergangenen Jahr eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit zwischen dem Niedersächsischen Kultusministerium unterzeichnet worden war, sind diese beiden Schulen die ersten Partnerschulen Yad Vashems in Niedersachsen.

Bundesweit einmalig ist zudem das Konzept der Doppel-Partnerschaft, das künftig mit Leben erfüllt werden soll.
Oberbürgermeister Bernd Bornemann, der angesichts des besonderen Ereignisses zu einem Festempfang in den Rummel des Emder Rathauses eingeladen hatte, betonte: „Die gemeinsame Kooperationsvereinbarung mit Yad Vashem ist eine hohe Auszeichnung für die Schulen und die ganze Stadt; gleichzeitig aber auch eine Bestätigung der seit vielen Jahren vorbildlichen Erinnerungsarbeit der Stadt Emden mit allen Emder Schulen und der Emder Max-Windmüller-Gesellschaft.“
Bornemann lobte insbesondere das Engagement der Lehrer Kai Gembler (Max) und Gero Conring (BBS II) ebenso wie Dr. Birte Hewera von Yad Vashem: „Unsere Arbeit in Yad Vashem widmet sich der Aufgabe, der jüdischen Opfer der Shoah zu gedenken, ihre Identitäten, ihre Namen und ihre Geschichten zu rekonstruieren und ihr Schicksal vor dem Vergessen zu bewahren. Das gleiche Ziel verfolgen unsere neuen Partner, die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer des Max Windmüller Gymnasiums und der BBS II Emden. Denn dass heute in Emden des Schicksals der Emder Juden gedacht wird, ist einem kleinen Kreis äußerst engagierter Personen zu verdanken. Wir sind froh, mit dieser Doppel-Schulpartnerschaft einige dieser tatkräftigen Personen im Kampf gegen das Vergessen als Freunde und Verbündete gewonnen zu haben.“
Im Rahmen der neuen Partnerschaft wollen beide Schulen gemeinsam mit Yad Vashem Ideen und Erfahrungen austauschen und gemeinsame Projekte durchführen, wie auch Dr. Hewera ausführte: „Heute kommt der pädagogischen Vermittlung der Geschichte der Shoah ein immer größerer Stellenwert zu und unsere Arbeit in Jerusalem lebt von der Zusammenarbeit und vom Austausch, von einem Perspektivwechsel zwischen Deutschland und Israel.“
Auch Schulleiter Frank Tapper betonte diesen Aspekt: „Ich freue mich sehr über die heutige Unterzeichnung unserer Partnerschaft und bin gespannt auf die vielen weiteren Begegnungen, die sich daraus entwickeln werden! Denn am Ende sind es die persönlichen Begegnungen, die für Schülerinnen und Schüler von enormer Bedeutung sind und ihnen im Sinne unseres Leitbildes das Kennenlernen von Menschen und ihren unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Lebensbedingungen ermöglichen.“
In diesem Sinne laufen bereits die Planungen für das erste größere Projekt: Im September besuchen Schülerinnen und Schüler beider Schulen Israel, um einer Einladung zu den Feierlichkeiten für den 70. Jahrestag der Exodus in Haifa zu folgen. Während dieser Reise, die von Kai Gembler und Gero Conring geleitet wird, steht auch ein Seminartag in Yad Vashem auf dem Programm.

Bericht des NDR

Bericht der Regional-nachrichten von Radio ffn

Bericht der Ostfriesen-Zeitung

 

 

 

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