Max-Schüler begeistert vom Besuch auf Martinique

Wer hätte gedacht, dass die Europäische Union so weit reicht? Keine 500 Kilometer sind es von Martinique bis nach Südamerika, doch gehört die Karibikinsel trotz ihrer geografischen Nähe zur Neuen Welt politisch zu Frankreich. Genau diese Widersprüchlichkeit macht das Antilleneiland so interessant: „Martinique ist einerseits in vielerlei Hinsicht typisch französisch, andererseits ist die Insel angesichts ihrer wechselhaften und interessanten Geschichte natürlich ein besonderes Austauschziel“, so Severin Tillmann.

Gemeinsam mit 14 Schülerinnen und Schülern des Max-Windmüller-Gymnasiums und seinem Kollegen Kai Gembler ist der Französischlehrer in der vergangenen Woche vom in der Inselhauptstadt Fort-de-France gelegenen Lycée de Bellevue nach Emden zurückgekehrt. Bereits zum zweiten Mal haben Emder Schüler die zwischen Dominica und St. Lucia gelegene Insel besucht und dabei viel über die koloniale Vergangenheit Frankreichs gelernt: Neben einer Wanderung entlang des Canal des Esclaves, eines zur Bewässerung von Zuckerrohrfeldern von Sklaven angelegten Kanales, haben die Max-Schüler ein Freilichtmuseum zum Leben der Sklaven besucht. Zudem standen unter anderem die Besichtigung einer Zuckerrohrplantage, des botanischen Gartens und eine Kayaktour auf dem umfangreichen Programm, zu dem natürlich auch ein Schultag mit den französischen Austauschpartnern gehörte.

Bereits vor der Abreise hatte sich die Gruppe im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft auf die Fahrt vorbereitet: Neben dem Jahrhunderte währenden afrikanisch-karibischen Menschenhandel und der Plantagenwirtschaft hatten sich die Max-Schüler auch über die vulkanische Entstehung und die Tier- und Pflanzenwelt der Insel informiert. Wichtige Grundlagen für den Besuch auf Martinique, so Tillmann, der ein positives Fazit zieht: „Insgesamt ist der erste Teil des diesmaligen Austausches sehr gut verlaufen. Wir freuen uns bereits jetzt auf den Gegenbesuch.“

Ende April ist es soweit: Dann werden die Schülerinnen und Schüler des Lycée de Bellevue nach Emden kommen und in Begleitung ihrer Lehrer Isabel Toto und Jean-Michel Jacques La Frise orientale besuchen, wie Ostfriesland im Französischen genannt wird. Zeitgleich wird eine zweite Austauschgruppe aus Übersee in der Seehafenstadt sein, denn auch aus der kanadischen Metropole Montréal erwartet das Max Gäste: Erstmals kommt eine Delegation aus der Stadt am Sankt-Lorenz-Strom zu Besuch.

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