Zum 100. Geburtstag – Gymnasium rückte Ideale Max Windmüllers in den Mittelpunkt

Das hätte Max Windmüller sicher gefallen: Anstelle eines normalen Schultages stand das Gymnasium anlässlich des 100. Geburtstages des Namensgebers völlig kopf! Über dreißig Referenten begrüßten am Freitag das Max, um einen ganzen Tag lang mit den Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung des Einsatzes für Demokratie, Toleranz und Menschenrechte zu sprechen. Musiker, Politiker und Schauspieler machten ebenso deutlich wie ein ehemaliger Manager der Fußball-Bundesliga, warum der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus nach wie aktuell und notwendig ist.

Tswi Herschel, Samuel Schidem, Arie Windmiller, Sandra Witte, Kai Gembler und Frank Tapper vor dem Portrait Max Windmüllers.

Zu den auswärtigen Referenten, die am Max mit den Schülerinnen und Schülern sprachen, gehörten Albrecht Weinberg (Überlebender des Holocaust), Sandra Witte (Botschaft des Staates Isreal), Samuel Schidem (Yad Vashem), Willi Lemke (ehem. UN-Sonderberater für Sport und Frieden), Andrea Röpke (Journalistin und Rechtsextremismus-Expertin), Myriam Halberstam (Verlegerin), Regina und Daniel Hewer (terre des hommes), Dominik Groß (terre des hommes), Ksenia Eroshina, Sara Elkmann, Michaela Hofmann und Bernadette Schendina (Zweitzeuginnen/ Heimatsucher e.V.), Dr. Elisabeth Schlesinger (Jüdische Gemeinde Oldenburg) und Maja Harel und Mosche Stewart (Meet a Jew). Außerdem nahmen Johann Saathoff (MdB), Tiemo Wölken (MdEP), die Chefredakteure Stefan Bergmann (EZ) und Joachim Braun (OZ) ebenso an diesem besonderen Projekttag teil wie Gero Conring (BBS II), Gesine Janssen (Max-Windmüller-Gesellschaft), Alwin Brinkmann (ehem. OB der Stadt Emden), Lennart Bohne (Gnadenkirche Tidofeld), Dr. Ziad Attar und der Journalist Tarek.

Auch im Stadtgebiet fanden Veranstaltungen statt: Traute Hildebrandt und Edda Melles, beide von der Max-Windmüller-Gesellschaft, gaben den Max-Schülerinnen  und -Schüler während Führungen über den

Jüdischen Friedhof und entlang der Stolpersteine Einblicke in das vergangene jüdische Emden.

Zudem war auch Regisseur Lukas Nathrath zu Gast: Da der Platz in der Schule nicht ausreichte, wurde sein Film „Kippa“ vor Siebt- und Achklässlern im Rummel des Rathauses gezeigt. Und auch die Johannes a Lasco-Bibliothek wurde ausnahmsweise zur Aula: Dort führte Willi Schlüter zunächst das Stück „Das Boot ist voll“ auf, bevor Kutlu Yurtseven aus seinem Leben las und anschließend rappte.

Versammelten sich zu einem Grupppenfoto vor der Schule: Ein Teil der Referenten, die anlässlich des 100. Geburtstages am Max zu Gast waren.

Von all diesen besonderen Aktivitäten zeigte sich auch Arie Windmiller beeindruckt: Er war zunächst durchaus mit gemischten Gefühlen aus Israel angereist. Doch angesichts des umfangreichen Programms freute sich der Neffe Max Windmüllers mit seiner Frau Shosh sehr, dass der 100. Geburtstag seines Onkels ganz im Sinne dessen Ideale und Ziele stand. Im Rahmen eines Gespräches mit Delegierten aus allen Klassen und Kursen sprach er gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Tswi Herschel über das Schicksal seiner Familie. Die Lehren daraus müssten weitergegeben werden, so Windmiller: „Ihr müsst den Staffelstab übernehmen und in die nächste Generation tragen.“

Die gesamte Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Tim Kruithoff und wurde von der Stadt Emden, dem Programm Demokratie leben!, dem kommunalen Präventionsrat, dem Förderverein des Max-Windmüller-Gymnasiums und der Sparkasse Emden unterstützt.

 

 

 

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