{"id":21751,"date":"2026-05-21T10:29:05","date_gmt":"2026-05-21T08:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/?p=21751"},"modified":"2026-06-14T20:34:48","modified_gmt":"2026-06-14T18:34:48","slug":"21751-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/21751-2\/","title":{"rendered":"Abschied von Albrecht Weinberg"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><a href=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.52.jpeg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21753\" src=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.52.jpeg\" alt=\"\" width=\"1240\" height=\"1654\" \/><\/a><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\">Am vergangenen Freitag wurde Albrecht Weinberg beigesetzt. Noch am 7. M\u00e4rz, konnte der Holocaust\u00fcberlebende, der so h\u00e4ufig zu Gast an unserer Schule war, seinen 101. Geburtstag im Theater an der Blinke in Leer mit \u00fcber 600 G\u00e4sten feiern, die anl\u00e4sslich der Vorpremiere des Kinofilms \u00fcber sein Leben an die Leda gekommen waren. Ein weiterer Teil eines reichen Verm\u00e4chtnisses, das Albrecht uns hinterlassen hat. Neben seiner Biografie, ob als Buch oder Film,\u00a0 besteht dieses vor allem in der Verbindung zwischen vielen Menschen, die Albrecht zusammengef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><a href=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53.jpeg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21754\" src=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53.jpeg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1365\" srcset=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53.jpeg 2048w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-300x200.jpeg 300w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-768x512.jpeg 768w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1536x1024.jpeg 1536w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\">Auf dem j\u00fcdischen Friedhof zu Leer trafen sich einige dieser Menschen, darunter auch Vertreter des Max-Windm\u00fcller-Gymnasiums, um von einem Jahrhundertmenschen Abschied zu nehmen, wie Rabbi Levi Ufferfilge es ausdr\u00fcckte, der Albrecht in den letzten Tagen seines Lebens begleitet hat.<\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\">Rabbiner Ufferfilge hat uns diese Rede freundlicherweise zur Ver\u00f6ffentlichung zur Verf\u00fcgung gestellt. Daf\u00fcr danken wir ihm herzlich.<\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em><strong>Hesped f\u00fcr Albrecht Avraham Baruch ben Avraham Weinberg sel. A.<\/strong><\/em><br \/>\n<em>von Rabbiner Levi Israel Ufferfilge<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Albrecht Weinberg sel. A. war ein Jahrhundertmensch. Es war ein j\u00fcdischer Sohn Ostfrieslands, ein Spross der t\u00fcchtigen Familien Weinberg und Gr\u00fcnberg. Albrecht war g\u00fctig, offen, an Menschen interessiert, charmant, schlagfertig und sehr witzig. Er hatte das idealtypische Arbeitsethos eines deutschen Juden und die l\u00e4ngste Zeit seines Lebens f\u00fchrte er von fr\u00fch bis sp\u00e4t sechs Tage in der Woche die Geschicke seiner New Yorker Metzgerei und bildete mit seiner geliebten Schwester Frieda sel. A. \u00fcber die Jahrzehnte hinweg ein unzertrennliches Duo. Albrecht liebte auch seinen Bruder Dieter sel. A. \u2013<\/em><br \/>\n<em>und mit Bruder und Schwester wird er nun gemeinsam begraben \u2013 und seine Eltern Alfred und Flora sel. A., denen kein Grab verg\u00f6nnt war, innig. Es verging kein Tag, an denen Albrecht nicht an sie dachte, und er lie\u00df stets eine Seelenkerze an ihren Jahrzeiten brennen.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Albrecht war ein \u00dcberlebender der Lager. Er \u00fcberlebte Auschwitz, Mittelbau-Dora, und Bergen-Belsen. Und er \u00fcberlebte die Todesm\u00e4rsche. Seine Schwester und sein Bruder \u00fcberlebten mit ihm, doch fast alle anderen seiner Familienmitglieder waren ermordet worden. Kein Verlust wog in Albrechts Herzen so schwer wie die Ermordung seiner beiden geliebten Eltern. Nach der Shoah kehrte Albrecht mit seinen Geschwistern zun\u00e4chst zur\u00fcck nach Ostfriesland, doch Ostfriesland hatte schon lang aufgeh\u00f6rt, seine Heimat zu sein. Die Menschen in den Orten seiner Kindheit hatten seine Familie und<\/em><br \/>\n<em>alle anderen J\u00fcdinnen und Juden mit H\u00e4rte und Grausamkeit gequ\u00e4lt und aus ihrer Mitte ausgesto\u00dfen. Als Albrechts Bruder Dieter 1946 unter f\u00fcr Albrecht und Frieda bedrohlichen Umst\u00e4nden ums Leben kam, verlie\u00dfen sie Deutschland und fanden in Amerika eine neue Heimat.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Albrecht hatte in seinen 101 Jahren drei Leben gef\u00fchrt: eines vor der Shoah in Ostfriesland mit seiner Familie, ein sehr langes in den USA mit seiner Schwester Friedel und ein drittes seit 2012 hier in Leer f\u00fcr kurze Zeit zun\u00e4chst noch mit seiner Schwester und dann 14 erf\u00fcllte Jahre bis zu seinem letzten Atemzug mit Gerda treu an seiner Seite. Gerda hatte Albrecht w\u00e4hrend Corona aus der Einsamkeit gerettet, ihn zu sich geholt und sich um ihn gek\u00fcmmert. Nur so konnte er noch ein so gutes drittes Leben mit all seinen Errungenschaften \u2013 Auszeichnungen, Ehrenb\u00fcrgerschaften und eine Schule, ein<\/em><br \/>\n<em>Preis, ein Wald und mehr, die nun seinen Namen tragen \u2013, und mit all seinen Erfahrungen und Abenteuern genie\u00dfen. Das alles h\u00e4tte es ohne Gerdas Rettung und Liebe nicht gegeben. Und Albrecht bat mich darum, das heute so klar zu benennen und seinen Dank an dich, liebe Gerda, auszusprechen. Albrecht hatte schon seit seinen ersten Besuchen in Deutschland hier Freunde gefunden, aber wie er sagte: \u201eMeine highest highs and the lowest lows kennt nur Gerda.\u201c<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Die tiefsten Tiefen waren die grausamen Erinnerungen und furchtbaren Albtr\u00e4ume, die die Qualen in den Lagern zu Albrechts t\u00e4glichen Begleitern machten. Albrechts exzellentes Ged\u00e4chtnis war zwar ein Schatz f\u00fcr die zahllosen Sch\u00fclerbegegnungen in der Ehemaligen J\u00fcdischen Schule Leer und andernorts, f\u00fcr Gespr\u00e4che mit Freunden, f\u00fcr die Wissenschaft, f\u00fcr Interviews, f\u00fcr das Buch und f\u00fcr den Film, doch Albrechts Ged\u00e4chtnis war auch eine schwere B\u00fcrde, die er f\u00fcr all diejenigen trug, an die er als einziger noch erinnern konnte. Gefragt nach seinem Antrieb, immer wieder \u00fcber die Entrechtung in seiner Heimat und das unermessliche Grauen der Lager zu sprechen, sagte mir Albrecht, dass die neuen Generationen von nichtj\u00fcdischen Deutschen nicht dieselben Fehler ihrer Vorfahren<\/em><br \/>\n<em>wiederholen d\u00fcrfen. Vor allem aber wolle er mit seinem Erz\u00e4hlen ein wenig Wiedergutmachung f\u00fcr seine Eltern, f\u00fcr seine Familie erwirken und ein Denkmal setzen f\u00fcr die eigene verlorene Familie und die vielen j\u00fcdischen Leben in Leer, Weener, Rhauderfehn, in Ostfriesland, in Deutschland, in Europa, die h\u00e4tten weitergehen sollen, aber nicht mehr weitergehen durften. <\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Albrecht war es bewusst, dass er auch f\u00fcr etwas steht. F\u00fcr den Mahner in politisch fragilen Zeiten, der die einen oder anderen noch wachr\u00fctteln kann wie bei der R\u00fcckgabe seines Bundesverdienstkreuzes. F\u00fcr den Lehrer der j\u00fcngsten Generationen dieses Landes, damit sie aus seinem Schmerz die richtigen Lektionen lernen und anhand seiner entwaffnenden G\u00fcte und Offenheit und seines Humors mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr und mehr Neugierde auf ihre Mitmenschen haben. Albrecht bedeutet f\u00fcr viele hier Vers\u00f6hnung, weil er mit seiner Schwester Frieda sel. A. nach Leer, in hohem Alter nach Deutschland zur\u00fcckkehrte. Und nicht wenige waren \u00fcberw\u00e4ltigt davon, wie freundlich Albrecht ihnen begegnete nach all dem, was ihre Eltern, Gro\u00dfeltern und Urgro\u00dfeltern Albrecht und seiner Familie angetan hatten.<\/em><br \/>\n<em>Mich erinnerte Albrecht an andere \u00dcberlebende, von denen viele vor zehn, zwanzig, die meisten sogar schon vor drei\u00dfig Jahren verstorben waren. Albrecht kannte nicht wenige von ihnen durch die Zweige seines Stammbaums oder aber durch die Lager und fragte mich bei jedem und jeder interessiert und besorgt, wie es ihm oder ihr ergangen war und wie sie jeweils mit dem Schmerz und dem, wie Albrecht sagte, Zerbrochensein fertig geworden waren. Albrechts langes Leben verl\u00e4ngerte nicht nur f\u00fcr mich, nicht nur f\u00fcr unsere j\u00fcdische Gemeinde, sondern f\u00fcr den gesamten Nordwesten dieses Landes das<\/em><br \/>\n<em>Privileg, die eigene Zeit mit unseren \u00dcberlebenden teilen zu d\u00fcrfen. Albrecht wusste, dass er der letzte lebendige Blick in ein j\u00fcdisches Ostfriesland nicht aus Daten, Gedenktafeln und musealen Exponaten, sondern aus Familienmitgliedern, Freunden der Familie und Mitsch\u00fclern war. Albrecht erz\u00e4hlte von Schabbatfeiern bei seiner Oma, gemeinsam gesungenen Feiertagsliedern, von der Bar-Mitzvah-Vorbereitung durch seinen Lehrer, die so pr\u00e4gend war, dass er noch auf dem Sterbebett die vor knapp 90 Jahren gelernten Gebete und Brachot, Segensspr\u00fcche, fehlerfrei rezitieren konnte; Albrecht erz\u00e4hlte von Kinderstreichen mit Freunden und der unaufl\u00f6slichen Bande zu seinen Geschwistern. Davon erz\u00e4hlte er aber nicht, damit Menschen heute etwas daraus f\u00fcr sich selbst mitnehmen, sondern weil alle J\u00fcdinnen und Juden aus Albrechts Vergangenheit es per se verdient haben, dass ihre Geschichten erz\u00e4hlt werden, sie in Albrechts Erz\u00e4hlungen wenigstens einen Moment lang wieder aufleben durften, als w\u00e4ren sie nur einen Ort und einen Schabbat entfernt. Weil sie echte Menschen waren. Weil sie Onkel Willy und Mama und Papa waren.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><a href=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1.jpeg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21755\" src=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"1638\" height=\"2048\" srcset=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1.jpeg 1638w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1-240x300.jpeg 240w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1-819x1024.jpeg 819w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1-768x960.jpeg 768w, https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-05-17-at-19.19.53-1-1229x1536.jpeg 1229w\" sizes=\"(max-width: 1638px) 100vw, 1638px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Albrecht hat sich um seine Familie, auch den Nachfahren seiner Tante Marie, Familie Kohen, und um sein Volk gek\u00fcmmert. Er hat durch zahllose Begegnungen, Lesungen, Interviews das Andenken an die vielen, die nicht \u00fcberlebt haben, geehrt. Albrecht hat den Namen seiner Familie gro\u00df gemacht. Er hat das Erinnern an die Ermordeten und die \u00dcberlebenden der Shoah gest\u00e4rkt. Albrecht hat nach guter j\u00fcdischer Tradition B\u00e4ume als lebendige Denkm\u00e4ler f\u00fcr die Ewigkeit an vielen Orten dieses Landes und in Israel gepflanzt. Und er hat mit Gerda jahrelang f\u00fcr ein Denkmal auf dem Synagogenplatz in<\/em><br \/>\n<em>Leer gek\u00e4mpft und den Erfolg, den Platz zu erhalten, noch selbst erleben d\u00fcrfen. So unerm\u00fcdlich wie Albrecht aus seinem Leben und seinem Leiden erz\u00e4hlt hat, hat er unz\u00e4hlige Male in KZ-Gedenkst\u00e4tten, auf Friedh\u00f6fen, an Gedenktagen und zu Jahrzeiten seine Stimme und seinen Atem den Ermordeten geliehen und auswendig Kaddisch f\u00fcr sie gesagt. Albrecht hatte mich in den letzten Wochen mehrfach gebeten, ihm die deutsche \u00dcbersetzung davon vorzulesen. Im ber\u00fchmten Totengebet des Judentums kommen keine Toten und au\u00dfer bei der Beerdigung kein Tod vor. G\u2019tt wird im Kaddisch auf viele Weisen gelobt und heiligt. Das machen wir anstelle der Toten, die es nicht mehr k\u00f6nnen. Es ist ein besonderer Liebesdienst bei uns, das f\u00fcr einen Toten zu tun. Albrecht hatte das tief verinnerlicht und Sorge getragen, diese gro\u00dfe Mitzvah unz\u00e4hlige Male f\u00fcr andere zu erf\u00fcllen. So wie wir sie k\u00fcnftig f\u00fcr Albrecht erf\u00fcllen.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Albrecht hat sich auch um seine Br\u00fcder und Schwestern in Israel gesorgt und wohlt\u00e4tig bem\u00fcht und wie oft hat er sich bei mir nach den Kindern unserer Gemeinde besorgt erkundigt und ob sie es als j\u00fcdische Kinder denn hier noch guthaben. Und weil Albrechts Ged\u00e4chtnis so fabelhaft war und er so eine ausgepr\u00e4gte, ehrliche und g\u00fctige Neugierde anderen Menschen gegen\u00fcber hatte und sie ganz aufrichtig kennenlernen wollte, fragte Albrecht mich nicht nur allgemein nach den Kindern, sondern ganz konkret wieder und wieder nach dem Jungen aus unserer Gemeinde in Rastede, der so gern Briefmarken sammelt, oder den Hebr\u00e4isch sprechenden Kindern auf Spiekeroog mit ihren H\u00fchnern im Garten. <\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>Und Albrecht hatte eine gro\u00dfe Neugierde, die neuen Generationen nichtj\u00fcdischer Deutscher in diesem Land kennenzulernen. Er hat viele, viele Freunde hier in Leer, in den umliegenden Orten, an vielen Orten in dieser Republik und auf der Welt gefunden. Und die Menschen gerade hier in Ostfriesland haben ihn tief in ihr Herz geschlossen. Wegen seiner G\u00fcte, seiner Offenheit, seines Charmes, seiner Schlagfertigkeit und seines Witzes. Und Albrecht wiederum hat keinen Menschen von heute so tief in sein Herz geschlossen wie Gerda. Er dachte nach dem Tod seiner geliebten Schwester Friedel, mit<\/em><br \/>\n<em>der er Jahrzehnte durch dick und d\u00fcnn gegangen war, dass er allein bleiben w\u00fcrde. Doch er fand in Gerda nicht einfach nur eine Freundin und Weggef\u00e4hrtin. Albrecht nannte sie in einem Wort: Familie \u2013 sein h\u00f6chstes Gut.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"35\" data-end=\"356\"><em>M\u00f6ge die Seele von Albrecht Avraham Baruch ben Avraham Weinberg gesegnet und eingebunden sein im B\u00fcndel des Ewigen. Amen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" data-start=\"35\" data-end=\"356\">Fotos: Jesco Denzel<\/p>\n<p data-start=\"630\" data-end=\"997\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag wurde Albrecht Weinberg beigesetzt. Noch am 7. 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