{"id":500,"date":"2014-10-25T20:41:10","date_gmt":"2014-10-25T20:41:10","guid":{"rendered":"http:\/\/max-emden.de\/wordpress\/?p=500"},"modified":"2015-07-24T08:29:09","modified_gmt":"2015-07-24T08:29:09","slug":"besuch-aus-argentinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/besuch-aus-argentinien\/","title":{"rendered":"Besuch aus Argentinien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Florencia Rau ist f\u00fcr dies Schuljahr zu Gast an unserer Schule und besucht die 10. Klasse. Ihre ersten Eindr\u00fccke, vor allem von der Tour durch Deutschland, schildert sie hier:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Mitsch\u00fcler.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Ich freue mich, hier an der Schule zu sein. Es gef\u00e4llt mir hier sehr gut. Wie Ihr wisst, komme ich aus Argentinien. ich bin sechzehn Jahre alt. Ich kam im Juli nach Deutschland und werde nach diesem Schuljahr mit hoffentlich vielen neuen Eindr\u00fccken in meine Heimat zur\u00fcckkehren. Schon in Argentinien habe ich ein wenig Deutsch gelernt. Ich verstehe schon recht viel, habe aber noch Probleme beim Sprechen. Deshalb brauche ich auch eure Unterst\u00fctzung, denn es ist alles doch recht schwer f\u00fcr mich. Einige Sch\u00fcler versuchen immer wieder, Englisch mit mir zu sprechen. Ich kann aber nur ganz wenig Englisch. Deshalb m\u00f6chte ich doch bitte auf Deutsch angesprochen werden, aber bitte nicht so schnell sprechen. Ich bin jedem dankbar, der mich unterst\u00fctzt, damit ich im Unterricht mitkomme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\"><!--more-->Ich m\u00f6chte jetzt von meiner Deutschlandreise berichten, die der Rotary-Club Emden mir erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Am Samstag, dem 27.September fuhren ca. 35 Austauschsch\u00fcler aus den verschiedensten Regionen der Welt per Bus zun\u00e4chst nach K\u00f6ln. Dort haben wir den Dom besichtigt. Ich war \u00fcberrascht von seiner Gr\u00f6\u00dfe und Sch\u00f6nheit. Die Bas\u00edlica de Nuestra Se\u00f1ora de Luj\u00e1n in der N\u00e4he von Buenos Aires ist mit 104 Metern H\u00f6he gut 50 Meter kleiner als der K\u00f6lner Dom. Von K\u00f6ln aus sind wir dann nach Bonn gefahren, wo wir die erste \u00dcbernachtung hatten. Am n\u00e4chsten Tag sind wir dann nach Heidelberg gefahren. Dort haben wir das Schloss besichtigt, das bereits im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Leider habe ich dort nicht viel \u00fcber das Schloss erfahren, weil es keine F\u00fchrung gab. Ich habe dort einen Spaziergang durch die wundersch\u00f6ne Parkanlage gemacht. Auch habe ich das gr\u00f6\u00dfte Weinfass der Welt gesehen. Es fasst \u00fcber 221.000 Liter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Am 3. Tag f\u00fchrte uns die Reise dann nach Rothenburg ob der Tauber, eine wundersch\u00f6ne mittelalterliche Stadt, die noch sehr gut erhalten ist. Die Stadt ist von einer hohen Stadtmauer umgeben und man kann durch richtige Tore oder kleinere T\u00fcren in die Stadt gelangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Nach einem Stadtrundgang fuhren wir weiter nach Eisenach. Dort haben wir die Wartburg besucht. Ich habe dabei erfahren, dass hier Martin Luther die Reformation begonnen hat, indem er seine Thesen dort ver\u00f6ffentlichte. Dort fand er auch sp\u00e4ter Unterschlupf vor dem Papst, der ihn verfolgte. Von hier aus begann auch 1848 die Revolution, die Deutschland sp\u00e4ter in die Demokratie f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Der n\u00e4chste Reiseabschnitt f\u00fchrte uns in die j\u00fcngere Geschichte Deutschlands, und zwar in ein sehr dunkles Kapitel, n\u00e4mlich nach Buchenwald. Als ich das erste Mal vom Konzentrationslager Buchenwald h\u00f6rte, wollte ich die Geschichte dar\u00fcber nicht glauben. Dort habe ich dann aber die Geschichte hautnah gesp\u00fcrt und gesehen. Das war f\u00fcr mich vorher nicht vorstellbar, dass dort viele Menschen auf unterschiedliche Art von der Staatsmacht ermordet wurden. Die Stimmung im Bus bei der Weiterfahrt nach Berlin war danach sehr bedr\u00fcckt. Es gab dabei keine Diskusion. In Berlin waren wir 2 Tage. Hier haben wir noch mehr \u00fcber die Deutsche Geschichte erfahren. Bei der Besichtigung des Brandenburger Tores und des Holocaust-Mahnmals wurde uns die Nazi-Zeit und die Judenverfolgung erkl\u00e4rt. Die Teilung Deutschlands konnten wir an einem Relikt der Berliner Mauer Ansatzweise nachempfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Beim Besuch des Reichstages fiel mir auf, dass das neue Deutschland sehr bewusst mit seiner Vergangenheit umgeht. Im Reichstagsgeb\u00e4ude gibt es viele Graffiti und Inschriften in russischer Sprache. Sie stammen von russischen Soldaten und zeigen die Wut und den Hass der Russen auf Deutschland w\u00e4hrend und nach dem Krieg. Dennoch wurden die Inschriften nicht beseitigt. Sie sollen ewig mahnen. Die Zeit war viel zu kurz in Berlin, um alle wichtigen Ziele zu besichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Der letzte Tag unserer Reise f\u00fchrte uns noch in die Autostadt Wolfsburg. Es war sehr interessant zu sehen, wie die neuen Autos in zwei Glast\u00fcrmen vollautomatisch gestapelt werden, bevor sie von den Kunden abgeholt werden. Beeindruckend war auch das Ohren bet\u00e4ubende Aufheulen eines an der Wand h\u00e4ngenden, \u00fcber 500 PS starken Lamborghini.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Obwohl die Reise sehr anstrengend war, fand ich sie doch wundersch\u00f6n und hoch interessant.<\/p>\n<p align=\"left\">Florencia Rau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florencia Rau ist f\u00fcr dies Schuljahr zu Gast an unserer Schule und besucht die 10. Klasse. 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