{"id":7592,"date":"2019-01-22T12:39:39","date_gmt":"2019-01-22T12:39:39","guid":{"rendered":"http:\/\/max-emden.de\/wordpress\/?p=7592"},"modified":"2019-02-05T18:43:17","modified_gmt":"2019-02-05T18:43:17","slug":"mikroplastik-eine-tickende-zeitbombe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/mikroplastik-eine-tickende-zeitbombe\/","title":{"rendered":"&#8222;Mikroplastik &#8211; eine tickende Zeitbombe&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Pitcairn- Inseln geh\u00f6ren zu den isoliertesten Flecken des Planeten: In den Weiten des Ozeans liegen sie inmitten des S\u00fcdostpazifiks knapp 5ooo Kilometer von S\u00fcdamerika und Neuseeland entfernt. Abgesehen von der Hauptinsel des Atolls, die nur knapp 50 Einwohner hat, die als Nachfahren der Meuterer der Bounty dort leben, ist die Inselgruppe unbewohnt.<!--more--> Doch selbst dort sind die Folgen menschlicher Umweltverschmutzung un\u00fcbersehbar: Knapp 17 Tonnen M\u00fcll landeten 2017 allein am Strand der Insel Henderson an, vorwiegend Plastikabf\u00e4lle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Knapp 45 Minuten referierte am Dienstag Dr. Alexander Stollenz vom Besucherzentrum des Nationalparks Wattenmeer in Wilhelmshaven \u00fcber die Folgen globaler Umweltverschmutzung vor Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des 9. und 11. Jahrganges und machte dabei deutlich, dass das Schwemmgut nicht die einzige Gefahr darstellt. Nur jeweils 15% des Plastiks treiben auf den Weltmeeren oder landen an den Str\u00e4nden, w\u00e4hrend 70% in die Tiefsee absinken &#8211; mit nicht absehbaren Folgen, wie der Biologe ausf\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar sorgen bereits jetzt immer wieder Bilder von Vogel- oder Walm\u00e4gen, die voller Plastikt\u00fcten sind, f\u00fcr Entsetzen, doch wird eine weitere Folge der Umweltverschmutzung leider noch immer untersch\u00e4tzt: Mikroplastik, das als Bestandteil von Kosmetika, Farben oder als Abrieb von Reifen in die Meere gelangt, wirs zunehmend \u00fcber die Nahrungskette auch vom menschlichen K\u00f6rper aufgenommen. Unabsehbar sind die Auswirkungen dessen, denn die mit blo\u00dfem Auge nicht wahrnehmbaren Teilchen k\u00f6nnen durch ihre Inhaltsstoffe eine Reihe von Erkrankungen wie Krebs, Allergien oder hormonelle Ver\u00e4nderungen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebannt folgten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler den Ausf\u00fchrungen von Dr. Stollenz&#8216;, der auf Einladung von Johannes Hessel und Martin Stenke erstmals am Max referierte, und stellten im Anschluss viele Fragen &#8211; unter anderem nach M\u00f6glichkeiten der Verschmutzung zu begegnen. Angesichts des Ausma\u00dfes des Vorkommens an Mikroplastikteilchen eine kaum bew\u00e4ltigbare Aufgabe: &#8222;Inzwischen sind auch in Honig Kunststoffteilchen nachweisbar&#8220;, so Dr. Stollenz. Diese stammten von den Bl\u00fcten und w\u00fcrden anschlie\u00dfend von den Insekten zusammen mit den Pollen gesammelt. Trotzdem gibt es M\u00f6glichkeiten, selbst aktiv zu werden: Der Verzicht auf Plastikverpackungen, belastete Kosmetika oder die Benutzung von Glasflaschen seien erste Schritte, um dem Mikroplastikaufkommen zu begegnen. Doch trotzdem wird das Problem noch Generationen besch\u00e4ftigen: Neben dem stetig ansteigenden globalen Plastikm\u00fcllaufkommen ist auch der schon jetzt im Meer treibende M\u00fcll eine nahezu unersch\u00f6pfliche Quelle f\u00fcr den Mikroplastiknachschub der Zukunft, denn wenn PET-Flaschen und Polystyrol-Verpackungen nach 400 &#8211; 600 Jahren zu mikroskopisch kleinen Partikel zerrieben sind, gelangen auch sie in den Nahrungskreislauf &#8211; ein nachhaltiges Problem.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pitcairn- Inseln geh\u00f6ren zu den isoliertesten Flecken des Planeten: In den Weiten des Ozeans liegen sie inmitten des S\u00fcdostpazifiks knapp 5ooo Kilometer von S\u00fcdamerika<a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/mikroplastik-eine-tickende-zeitbombe\/\"> [&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7593,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[60,11,89],"tags":[],"class_list":["post-7592","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erdkunde","category-nachhaltigkeit","category-unesco"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7592"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7649,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7592\/revisions\/7649"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}