{"id":9324,"date":"2020-04-14T09:30:29","date_gmt":"2020-04-14T09:30:29","guid":{"rendered":"http:\/\/max-emden.de\/wordpress\/?p=9324"},"modified":"2020-07-06T16:51:15","modified_gmt":"2020-07-06T16:51:15","slug":"projekttreffen-des-erasmus-projektes-webradiodd-in-saint-etienne-de-baigorry","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/projekttreffen-des-erasmus-projektes-webradiodd-in-saint-etienne-de-baigorry\/","title":{"rendered":"Projekttreffen des Erasmus+ Projektes \u201eWebRadiODD\u201c in Saint Etienne de Ba\u00efgorry"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 08.02.2020 machte sich unsere kleine Reisegruppe (Chayma, Jule, Mia, Mia und Pia) in Begleitung von Frau Frers und Herrn Tillmann morgens mit dem Zug auf den Weg nach D\u00fcsseldorf, um von dort aus mit dem Flixbus nach Thuin (Ort unserer belgischen Partnerschule) zu gelangen. Dort wurden wir f\u00fcr eine Nacht von netten Gastfamilien aufgenommen<!--more-->, da unser gemeinsamer Flug von Charleroi nach Biarritz (mit unseren Partnern aus Thuin und Bl\u00e9not-l\u00e8s-Pont-\u00e0-Mousson in der Lorraine (Region im Nordosten Frankreichs) schon sehr fr\u00fch startete. Wir waren alle schon sehr nerv\u00f6s und aufgeregt, die kommende Woche in einem mehr oder weniger fremden Land mit einer anderen Kultur zu verbringen. Nach der Landung in Biarritz fuhren wir mit dem Bus zun\u00e4chst an der weltber\u00fchmten und palmenges\u00e4umten Strandpromenade von Biarritz entlang, um die auch zu dieser Jahreszeit nach der perfekten Welle Ausschau haltenden Wellenreiter zu bestaunen. Anschlie\u00dfend ging es in die Pyren\u00e4en nach Saint Etienne de Ba\u00efgorry zu unserer dortigen Partnerschule, dem <em>Coll\u00e8ge Jean Pujo<\/em>, wobei wir alle sehr fasziniert von der sch\u00f6nen naturbelassenen Landschaft waren. Hier wurden wir herzlich mit traditionellen T\u00e4nzen einzelner Sch\u00fclerinnen und Musik willkommen gehei\u00dfen, was sehr interessant war, denn die Kultur war uns ja fremd. Unsere Austauschpartner wurden uns einzeln vorgestellt (wobei die meisten sehr sch\u00fcchtern waren), dazu gab es au\u00dferdem ein leckeres Buffet. Von Anfang an f\u00fchlten wir uns sehr wohl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor wir dann zu unserem ersten Programmpunkt aufbrachen, hatten wir noch etwas Freizeit, die wir alle zusammen auf dem Schulhof verbrachten. Auf dem Schulhof spielten die baskischen Sch\u00fcler <em>Pelote<\/em>. Dieses ist eine uns unbekannte typisch baskische Sportart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich brachen wir gemeinsam auf, um ein Industriemuseum zu besuchen. Dabei ging es um den industriellen Bergbau im Baskenland. Es wurde sehr schnell deutlich, dass die Region durch die Gewinnung von Eisenerz fr\u00fcher sehr wichtig f\u00fcr Europa war. Fr\u00fcher hatten viele Menschen in Europa eine Arbeit in dieser speziellen Industrie. Anschlie\u00dfend sind wir alle in eine Sporthalle gegangen, um das Spiel <em>Pelote<\/em> genauer kennen zu lernen und es auch einmal zu spielen. Die baskischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler brachten es uns sehr schnell bei und es machte allen gro\u00dfen Spa\u00df. Das Kennenlernen wurde durch das Zusammenspielen sehr intensiviert und lockerte die Atmosph\u00e4re angenehm auf. Bei der R\u00fcckfahrt zur Schule fiel uns auf, dass in jedem Dorf W\u00e4nde waren, um daran <em>Pelote<\/em> zu spielen.\u00a0 An der Schule angekommen, holten uns die Eltern der Austauschsch\u00fcler ab und wir lie\u00dfen den Tag in den Gastfamilien ausklingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An unserem zweiten Tag im Baskenland mussten wir das erste Mal zu regul\u00e4ren Schulzeiten in die Schule. Daher trafen alle gegen 8 Uhr in der Schule ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Sch\u00fcler, die in den Nachbard\u00f6rfern wohnten, mussten mit ihren Austauschsch\u00fclern schon relativ zeitig den Schulbus nehmen, andere wohnten direkt im Dorf und waren nur ein paar Minuten mit dem Auto zur Schule unterwegs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 08:15 Uhr ert\u00f6nte pl\u00f6tzlich der Titelsong des Filmes Mission: Impossible aus den Lautsprechern und alle Sch\u00fcler der Schule (69 an der Zahl!), die vorher noch flei\u00dfig <em>Pelote<\/em> auf dem Schulhof gespielt oder sich \u00fcber ihr Wochenende ausgetauscht hatten, stellten sich klassenweise mehr oder weniger brav in Zweierreihen auf dem Schulhof auf. Wir Deutschen standen wegen der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Schulklingel und ihrer Wirkung auf die Sch\u00fcler immer noch etwas baff herum, f\u00fcgten uns dann aber schnell in das disziplinierte Bild der Sch\u00fcler ein. Nachdem die drei anderen Klassen von ihren jeweiligen Lehrern ins Geb\u00e4ude gef\u00fchrt wurden, wurden auch wir von einer baskischen Lehrerin abgeholt. Das Ganze geschah unter der strengen Aufsicht eines \u00e4lteren Ehepaars, die, wie sich im Laufe der Woche herausstellte, <em>Surveillants<\/em> (Aufseher in franz\u00f6sischen Schulen), Hausmeister und Vertrauenspersonen in einem waren. Statt auch in den Unterricht zu gehen, wurde die gesamte Austauschgruppe in vier gemischte Gruppen aufgeteilt und das <em>Jeu de piste<\/em>, eine Rallye durch Ba\u00efgorry begann. W\u00e4hrend des Spiels f\u00fchrten uns Zettel mit Quizfragen \u00fcber Ba\u00efgorry und seine Geschichte und Hinweisen auf das Versteck des n\u00e4chsten Zettels quer durch das Dorf. So erfuhren wir, und ich glaube auch die Ba\u00efgorryaner, viel \u00fcber das Dorf und lernten uns auch als Gruppe besser kennen. Zur\u00fcck in der Schule begann die Arbeit an unseren ersten gemeinsamen Podcast in kleineren Gruppen. Die Arbeit und die anschlie\u00dfenden Aufnahmephasen wurden nur durch einen Crashkurs in der baskischen Sprache und ein echt franz\u00f6sisches Mittagsmen\u00fc mit Baguette und allem Drum und Dran unterbrochen. Au\u00dferdem wurde zwischendurch das von einer professionellen Jury gek\u00fcrte Logo des Projekts vorgestellt. Um 16.30 Uhr endete das gemeinsame Programm und wir kehrten in die Familien zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie am Tag zuvor trafen alle etwa um 08:00 Uhr in der Schule ein. An diesem Tag stand der Trip nach Spanien auf dem Programm. Da wir zwei Stunden Fahrt vor uns hatten und an dem Tag viel geplant war, machten wir uns ziemlich zeitig mit dem Bus auf den Weg. Als allererstes sahen wir uns alte spanische Mienen an, in denen fr\u00fcher Eisen und Silber abgebaut und verarbeitet wurden. Die Arbeit in der Schmiede durften wir hautnah miterleben, was aufgrund der spektakul\u00e4ren Feuershow (die Holzkohle musste zun\u00e4chst durch riesige wassergetriebene Blaseb\u00e4lge auf knapp 1600o C erhitzt werden) und des ohrenbet\u00e4ubenden Krachs (mittels eines ebenfalls wassergetriebenen 400 kg schweren Eisenhammers wurde anschlie\u00dfend das gl\u00fchende Eisen geschmiedet) sehr beeindruckend war. Als die F\u00fchrung vorbei war, wartete noch eine \u00dcberraschung auf uns, und zwar au f der Holzkohle frisch gegrillte, original spanische <em>Merguez<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach ging es auch schon weiter zu einer ehemaligen Schule, in der wir alle zusammen unsere Lunchpakete, die wir am Morgen in der Schule in Ba\u00efgorry erhalten hatten, genie\u00dfen konnten. Diese kleine Pause ben\u00f6tigten wir auch, um wieder startklar f\u00fcr die n\u00e4chsten Besichtigungen zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer kurzen Fahrt fanden wir uns wieder in zwei Gruppe zusammen. Eine Gruppe besuchte zuerst ein Museum, indem wir viele traditionelle baskische Musikinstrumente zu sehen und teilweise auch zu h\u00f6ren bekamen. W\u00e4hrenddessen bekam die andere Gruppe eine F\u00fchrung durch eine der fr\u00fcheren Eisenminen, wo man auch viele interessante Informationen erhielt. Danach wurde getauscht, sodass beide Gruppen beides erleben durften. Da der Tag nat\u00fcrlich nicht nur sch\u00f6n und eindrucksvoll war, sondern auch anstrengend, waren dann doch alle froh, abends in der Jugendherberge anzukommen. Dort konnte der Tag dann mit ein paar interessanten Gespr\u00e4chen und einem leckeren Abendessen super ausklingen. Au\u00dferdem lernten wir bei einer <em>soir\u00e9e anim\u00e9e<\/em> (Abendprogramm) alle gemeinsam einen baskischen Tanz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer Nacht in der Jugendherberge ging es f\u00fcr uns nach Bayonne. Bayonne ist f\u00fcr seine Street-Art ber\u00fchmt. Deshalb haben wir in zwei Gruppen eine Street-Art-Tour durch einen kleinen Teil der Stadt gemacht. Dabei wurden uns ein paar interessante Fakten \u00fcber die K\u00fcnstler und ihre Fresken erz\u00e4hlt. Mittags haben wir dann im <em>Lyc\u00e9e<\/em> von Bayonne gegessen. Ein <em>Lyc\u00e9e<\/em> ist so \u00e4hnlich wie die Oberstufe eines Gymnasiums. Nach dem Essen hatten wir dann kurz Freizeit. Wir sind durch die kleinen Gassen gegangen und haben noch ein paar mehr Fresken gesehen. Danach sind wir zum Radiosender <em>France bleu Pays Basque<\/em> gefahren. Wir haben uns dort die Arbeit im Radio angeschaut. Uns hat es sehr \u00fcberrascht, dass die Moderatoren sich immer die Texte vorschreiben und dass 60% der gespielten Lieder franz\u00f6sisch sein m\u00fcssen. W\u00e4hrend die eine Gruppe im Radiostudio war, besichtigte die andere Gruppe eine Fahrradwerkstatt. Dort kann man sein Fahrrad selber reparieren, oder sein altes Fahrrad abgeben und so einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen leisten. Um 16:30 Uhr fuhren wir zur\u00fcck nach Saint-\u00c9tienne-de-Ba\u00efgorry. Dort haben wir alle noch einen sch\u00f6nen letzten Abend mit unseren Gastfamilien verbracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Morgen ging es mit unserem Gep\u00e4ck zum <em>Coll\u00e8ge<\/em>. Wir wurden in 2 Gruppen eingeteilt und anfangs sollte jeder f\u00fcr sich einen kleinen Text dar\u00fcber schreiben, welcher Tag f\u00fcr uns pers\u00f6nlich am besten war. Anschlie\u00dfend schrieben wir dann noch Texte \u00fcber die Minen von Arditurri und \u00fcber die Street- Art in Bayonne. Ca. eine halbe Stunde sp\u00e4ter gingen wir alle zum Mittagessen, um uns danach auf den R\u00fcckweg von Biarritz \u00fcber Charleroi und D\u00fcsseldorf nach Emden zu machen, wo wir schlie\u00dflich m\u00fcde aber gl\u00fccklich nachts gegen 02:00 Uhr ankamen.<\/p>\n<p>(Chayma, Jule, Mia, Mia, Pia)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 08.02.2020 machte sich unsere kleine Reisegruppe (Chayma, Jule, Mia, Mia und Pia) in Begleitung von Frau Frers und Herrn Tillmann morgens mit dem Zug<a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/projekttreffen-des-erasmus-projektes-webradiodd-in-saint-etienne-de-baigorry\/\"> [&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":9330,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[92,5],"tags":[],"class_list":["post-9324","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erasmus","category-europaschule"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9324"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9324\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9538,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9324\/revisions\/9538"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/max-emden.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}