Monthly Archives: November 2019

30 Jahre Weltkinderrechtskonvention: Max-Schüler nahmen an „Straßenkind für einen Tag“ teil

Schuhe putzen, Straßenmusik oder Verkäufe aus dem Bauchladen- viele Kinder müssen mit diesen oder ähnlichen Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt verdienen. Weltweit wird die Zahl der Kinder, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, auf ca. 100 Millionen geschätzt. Anlässlich des Weltkinderrechtstages am 20. November, der 2019 zum 30. Jahrestag der Verabschiedung der Weltkinderrechtskonvention stattfand, machten Schülerinnen und Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums auf diese Situation aufmerksam: Am Mittwoch schlüpften die Jungen und Mädchen der Klasse 8b in die Rolle von Straßenkindern und versuchten auf diese Weise einen Vormittag lang Spenden für Hilfsprojekte zu sammeln. In der Innenstadt boten sie verschiedene Dienste an oder verkauften Kleinigkeiten wie Taschentücher, Einkaufschips oder Luftballons. Unterstützt wurden die Achtklässler dabei von älteren Schülerinnen und Schülern der Schülervertretung und der Weltretter-AG.
Bereits zum sechsten Mal hat das Max die terre des hommes-Aktion „Straßenkind für einen Tag“ in diesem Jahr unterstützt. Mit diesem Aktionstag macht die Kinderrechtsorganisation bundesweit auf Kinder aufmerksam, denen für uns selbstverständliche Grundrechte versagt bleiben. Dazu gehören das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf Freiheit oder auch auf Schulbildung: Etwa fünf Euro kostet der Schulbesuch für ein Kind pro Monat in vielen Ländern Asiens, Südamerikas oder Afrikas.

Insgesamt kamen 580€ zusammen, die nun in Simbabwe Kindern helfen werden.

 

 

DELF A1: Diplome endlich eingetroffen!

Bereits im Mai dieses Jahres, also noch im letzten Schuljahr, hatten sich 9 Schülerinnen der DELF-AG (Jahrgang 7) auf den Weg zur VHS Leer gemacht, um dort ihre DELF-Prüfung (Niveau A1) abzulegen.

Die überragende Erfolgsquote bisheriger Max-DELF-Examen von 100% bleibt auch weiterhin bestehen! Alle Teilnehmerinnen meisterten die Prüfung souverän.

Aktuell bereiten sich wieder 11 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8/9 auf die A2-Prüfung im Januar vor.

Das Foto zeigt Okka Barghoorn, Janne Becker, Seraphina Esadore und Sophie Heinks, vier der fünf Max-Absolventinnen (der Kurs findet in Kooperation mit dem JAG statt), es fehlt Milla Tillmann, die sich zurzeit auf einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Thessaloniki befindet.

Menschlich handeln in unmenschlichen Zeiten

Unermüdlich reist Gunter Demnig von Ort zu Ort, um vor den ehemaligen Wohnstätten der Opfer der Nationalsozialisten Gedenksteine zu setzen. 75.000 Stolpersteine werden bis zum Ende des Jahres verlegt sein und an Menschen erinnern, denen in der Zeit der Nazi-Diktatur Unrecht widerfahren ist, die vertrieben, verfolgt oder ermordet wurden. Neben Juden, Kommunisten, Sinti und Roma, Homosexuellen und weiteren politischen oder religiös Verfolgten bilden auch Deserteure und ihre Helfer eine Opfergruppe.

Lange musste von diesen Menschen und ihren Angehörigen um Anerkennung gekämpft werden: Erst am 17. Mai 2002 beschloss der Bundestag die pauschale Aufhebung aller nationalsozialistischen Unrechtsurteile gegen Deserteure und Homosexuelle. Vielen galten bis dahin Männer, die sich unerlaubt von der Wehrmacht entfernt hatten, als Feiglinge und verachtenswerte Drückeberger – ganz im Sinne Adolf Hitlers, der ein unerbittliches Vorgehen gegen Fahnenflüchtige verlangte: „Der Soldat kann sterben, der Deserteur muß sterben.“ Dieser Aufforderung folgten die Gerichte der Nazis konsequent: Etwa 30.ooo Todesurteile wurden verhängt, knapp 23.000 vollstreckt.

Der Entschluss, von der Wehrmacht zu fliehen, erforderte also viel Mut. Ebenso mutig musste man sein, wenn man Fahnenflüchtigen half: Etwas Nahrung oder eine Auskunft konnten als „Wehrkraftzersetzung“ gewertet werden und ebenfalls mit dem Tode bestraft werden. Ein solches Schicksal verbindet die Biographien zweier Opfer, für die am Sonnabend Stolpersteine verlegt worden sind. Karl Meyen hatte sich als Minderjähriger mit der Erlaubnis seines Vaters 1939 zum Militärdienst gemeldet. Doch bald schon überkamen den jungen Mann, der zur Kriegsmarine kam, Zweifel, die nicht mehr schwanden und so entschied er sich 1941 zur Fahnenflucht. Im damals von den Deutschen besetzten Bordeaux desertierte er mit einem anderen Matrosen. Nach einigen Tagen waren ihre Ersparnisse aufgezehrt und die Verzweiflung der beiden wuchs. In dieser Situation trafen sie auf einige ostfriesische Matrosen eines Handelsschiffes, darunter auch Waldemar Roolfs.  Er half mit etwas Proviant und einem Atlas, mit dem die Flüchtigen einen Weg in den unbesetzten Teil Frankreichs finden wollten.

Vor ihrem Haus liegt nun der Stolperstein für Karl Meyen, der an dessen ehemaligen Wohnort erinnert: Cathrin Heiermeier und Henrik Siebertz mit Laura, Merit und Zorah.

Doch das misslang: Meyen und sein Kamerad wurden am 16.12.1941 entdeckt und versuchten deshalb, sich durch einen Schuss in die Schläfe das Leben zu nehmen. Während Meyen starb, überlebte sein Kamerad die schweren Verletzungen und wurde später zum Tode verurteilt.

Auch Waldemar Roolfs wurde vor Gericht gestellt: Wegen Beihilfe zur Fahnenflucht wurde er zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Er sah sein Handeln nicht als Verbrechen an und litt stark unter diesem Makel, weshalb er mit seinen Eltern darum bat, sich an der Front bewähren zu dürfen – und das, obwohl zwei seiner Brüder bereits im Krieg gestorben waren.

Verlegt Ende des Jahres den 75.000sten Stolperstein: Gunter Demnig mit Zorah, Merit und Laura am Stolperstein für Waldemar Roolfs.

Waldemar Roolfs überlebte, jedoch wurde er nicht rehabilitiert: Ein von seiner Frau gestellter Antrag auf Haftentschädigung wurde 1952 abgelehnt. Erst der Bundestagsbeschluss von 2002 sorgte für ihn wie für Karl Meyen für eine Rehabilitierung und damit eine Wiederherstellung ihrer Ehre und Würde.

Die Biographien dieser beiden Männer wurden am Sonnabend von Merit Klus, Laura Oldewurtel und Zorah Bousri an ihren ehemaligen Wohnorten vorgetragen. Dort erinnern jetzt zwei weitere Stolpersteine an Beispiele für die Opfer der Nazi-Diktatur.

Weitere Informationen:

Genugtuung für verurteilte Wehrmachtsdeserteure

Webseite zum Stolperstein-Projekt

Stolpersteine in Emden

Informationsnachmittag für Viertklässlerinnen und Viertklässler

Das Max lädt ein!

 zum

Informationsnachmittag

für Viertklässlerinnen und Viertklässler und Eltern

am Donnerstag,

den 28. November 2019,

von 16.30-18.30 Uhr

Anmeldungen bitte bis zum 22.11. per Email an

email@max-emden.de.

Weitere Infos finden Sie in unserem >>Flyer<<

„Zeigen wir gemeinsam Haltung und Rückgrat“

Die Ermordung Walter Lübckes, das Attentat von Halle und eine große Zahl von Angriffen auf Jüdinnen und Juden: Die Vielzahl der Ereignisse veranlasste die Rednerinnen und Redner zum diesjährigen Gedenken an die Reichspogromnacht zu eindringlichen Warnungen. Oberbürgermeister Tim Kruithoff sagte vor etwa 200 Zuhörern an der Stele zum Gedenken an die Emder Synagoge: „In die Trauer um die beiden Toten und das Entsetzen um den glücklich vereitelten Angriff auf die Synagoge mischt sich für mich persönlich, aber vielleicht auch für einige von Ihnen hier heute Abend Wut, Zorn und tiefe Scham.“ Er rief dazu auf, aktiv gegen diese Entwicklungen zu sein und gemeinsam Haltung und Rückgrat zu zeigen: „Sorgen wir gemeinsam dafür, dass in unserer Stadt kein Platz für Antisemitismus und Neonazismus sein wird und dass wir allen Tendenzen in diese Richtung geschlossen und entschieden entgegentreten.“

Rolf Uphoff, Vorsitzender der Max-Windmüller-Gesellschaft, machte deutlich, dass sich die Stimmung gewandelt habe – so sehr, dass sogar der Sinn einer Gedenkveranstaltung wie zum 9. November 1938 hinterfragt werden könne. Dabei beließ er es jedoch nicht und betonte im Gegensatz deren Bedeutung: „Ich setze dem ein deutliches DENNOCH entgegen. Gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Tendenzen ist die Aufarbeitung der totalitären Diktatur der Nazis und ihrer Ideologie wichtig. Wir setzen mit dieser Kundgebung ein Zeichen und was genau so wichtig ist: Wir ehren die Opfer von Rassenwahn und Antisemitismus. Wir lassen das Leiden nicht in Vergessenheit geraten. Das ist auch eine Botschaft an die Überlebenden des Holocaust und an ihre Nachkommen in Israel und in aller Welt.“

Auch Amelie Heisig, Wiebke ten Doornkaat Koolman, Malin Rehage und Lisa Wessel betonten, dass es gerade angesichts der Ereignisse der vergangenen Monate wichtig sei, nicht den Mut zu verlieren. Mit einem Zitat Max Windmüllers, der im kommenden Jahr 100 Jahr alt geworden wäre, ermutigten auch sie die Zuhörer aktiv zu bleiben und zu werden: „Unser Plan ist doch, ein schönes Werk zu vollbringen, die Welt zu verbessern. Wir müssen bei uns selbst beginnen.“

Gedenkrede Pogromnacht OB Kruithoff

Beitrag Max 9. November 1938

Rede Uphoff 9.11.2019

Max-Schülerinnen und -Schüler putzten Stolpersteine

Nach dieser Nacht konnte niemand mehr die Augen vor der Wirklichkeit verschließen: Überall in Deutschland brannten vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagogen. Es wurden Geschäfte zerstört und geplündert, Wohnungen verwüstet, Friedhöfe geschändet und etwa 800 Menschen getötet. Die Reichspogromnacht markierte einen deutlichen Übergang von immer stärkeren Repressalien hin zu offener Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden. Zur Erinnerung an diesen Tag werden überall in Emden Stolpersteine geputzt, die an ehemalige Bewohner Emdens erinnern. Über 300 dieser kleinen Gedenkorte gibt es inzwischen in der Seehafenstadt und es werden nach und nach immer mehr, denn in der kommenden Woche findet wieder eine Verlegung statt.

Dieses größte dezentrale Mahnmal der Welt wird von vielen Freiwilligen gepflegt – auch von der Schülervertretung des Max-Windmüller-Gymnasiums: Am Freitag putzten Mia Bredebusch, Felix Bernhard und Reiko Miege etwa 50 Stolpersteine, darunter natürlich auch jene der Familie Windmüller.

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.emden.de/kultur/stolpersteine

„Bist Du wirklich Afghane?“

„Alidad – bist Du wirklich Afghane? Du scheinst mir kein richtiger Afghane zu sein…“ – selbst zwei Jahre nach seiner Ankunft in Südtirol und der Veröffentlichung seiner Geschichte als Buch muss der Jugendliche um die Anerkennung als Asylbewerber bangen: Immer neue Zweifel am Alter, der Herkunft oder dem Namen sorgen dafür, dass die Unsicherheit bleibt und unklar ist, ob er wirklich bleiben darf.

Eindrucksvoll erzählten Sophie Ammersken, Amelie Heisig, Wiebke ten Doornkaat-Koolmann, Jente Paulusma, Malin Rehage und Lisa Wessel in der Neuen Kirche die Geschichte von Alidad Shiri: Auf der Achse eines LKWs gelangte der damals 14jährige Junge 2005 nach Meran, den Schlusspunkt seiner Flucht aus Afghanistan. Nachdem er dort durch den Krieg Mutter und Vater verloren hatte und keinerlei Perspektive mehr für sein Leben sah, hatte er sich auf den Weg gemacht, um eine bessere Zukunft zu haben. Doch in Italien begegneten ihm keineswegs nur Hilfe und Freundlichkeit…

Nach „Ein Morgen vor Lampedusa“ thematisiert Antonio Riccò in seiner neuen szenischen Lesung aspektreich die Schwierigkeiten der Integration eines Menschen: Neben Zweifeln, Vorurteilen und offener Ablehnung finden sich in der Geschichte ebenso Unterstützung und Solidarität und damit die ganze Bandbreite des Umgangs unserer Gesellschaft mit Geflüchteten.

Untermalt von Bildern, Musik und Interviewausschnitten, die von Max-Schüler Patrick Schirdewan eingespielt wurden, erzählten die Schülerinnen die Geschichte eines Jungen, der heute als Journalist in Italien arbeitet und die stellvertretend für viele andere Menschen steht, die ihre Heimat verlassen mussten.

Dies wurde auch im anschließenden Podiumsgespräch deutlich: „Über 70 Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht“, berichtete Regina Hewer von der Kinderhilfsorganisation terre des hommes. Dies sei eine Rekordzahl, für die es unterschiedlichste Gründe gibt, wie Pascal Masocha ausführte. In seiner Heimat Simbabwe sei dies nicht Krieg, sondern vor allem Hunger und das Fehlen von Zukunftsperspektiven: Nach langen Jahren unter Diktator Robert Mugabe ist die einstige Kornkammer Afrikas vollkommen heruntergewirtschaftet und nunmehr eines der ärmsten Länder der Welt. Masocha, der tagsüber am Max von seiner Arbeit berichtet hat, versucht mit einer lokalen Organisation, die von terre des hommes unterstützt wird, vor allem Kindern Hoffnung für die Zukunft zu geben. Entscheidend sei dafür eine gute Bildung, die allerdings angesichts großer Armut ihrer Eltern vielen Kindern nicht zugänglich ist. Auch Sonja Ryll vom Verein Internationales Emden sieht hierin den Schlüssel zur Integration. Allerdings sei das ganz und gar nicht einfach: Auch in Deutschland sähen sich viele Migranten Hindernissen und Problemen ausgesetzt, die auch Alidad erleben musste. Darüber gerate häufig die nötige Hilfe ins Hintertreffen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Förderverein Max-Windmüller-Gymnasium und dem Programm „Demokratie leben!“ – vielen Dank!

1. Elternsprechtag im Schuljahr 2019-20 am Donnerstag, den 14.11.2019

1. Elternsprechtag im Schuljahr 2019-20 am Donnerstag, den 14.11.2019 von 15.00 bis 19.30 Uhr (Pause von 17.00 – 17.30 Uhr)

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Hinweise zur Organisation des Elternsprechtages geben:

Wirtschaft zum Anfassen in der Region

Diese Woche erleben die Schülerinnen und Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums wieder etwas Besonderes: Aufgeteilt in 8 Kleingruppen besuchen die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs an vier Tagen vier verschiedene Unternehmen in der Region. Dabei spielt die spätere Berufswahl eine Rolle, es geht aber auch die Unternehmenskultur und alltägliche Abläufe im Wirtschaftsbetrieb. Es ist, um es auf den Punkt zu bringen, „Wirtschaft zum Anfassen“.

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