„Ein Auslandsjahr ist definitiv kein Urlaub, aber dafür eine prägende Erfahrung fürs Leben“ – Sina Gers berichtet aus Ann Arbor (Michigan, USA)

Am 24. August 2017 ging das wohlmöglich größte Abenteuer meines Lebens los. Ich lebe in Ann Arbor, eine Stadt (ungefähr so groß wie Oldenburg) in Michigan. Ich kann garnicht glauben, dass ich schon über 4 Monate hier bin, weil die Zeit so unglaublich schnell vergeht.
In meiner Freizeit bin ich ziemlich beschäftigt, weil ich 5 Tage nach meiner Ankunft dem Ruderteam meiner Schule beigetreten bin und seitdem jede Woche von montags bis freitags Training habe. An den Wochenenden der Herbstsaison standen meistens Regatten an. Ich bin sehr froh den Sport hier gefunden zu haben, weil mir das Trainieren mit dem Team und den Coaches sehr viel Spaß bringt. Das Team schneidet oftmals sehr gut bei den Regatten ab und hat in den letzten Jahren schon einige Athleten zu den National Championships gebracht. Unser Hauptcoach Kit Bennett trainiert neben dem Skyline Crew Team auch einige Teams der University of Michigan, die sich hier in Ann Arbor befindet.

Ich gehe seit dem 5. September in die 12. Klasse der Skyline Highschool und bin somit ein Senior und darf am Ende des Jahres zum Prom gehen und „Graduation“ erleben. Meine Schule hat ungefähr 1500 Schüler und das Schuljahr wird in drei Teile geteilt.

Meine Fächer:
1. Trimester: Digital Photography Part 1, Piano, English, Geometry und Ceramics& Sculpture Part 1
2. Trimster: Personal Fitness, Geometry, U.S. History, Theater und Guitar
3. Trimester: U.S. History, Digital Photography Part 2, English, Geometry und Ceramics& Sculpture Part 2

Ich bin echt froh über meinen Stundenplan, weil ich die Chance habe, komplett neue Sachen und Dinge auszuprobieren. Hier ist es so, dass die Fächer für jedes Trimester jeden Tag in der gleichen Reihenfolge sind. Am Anfang war es merkwürdig jeden Tag in den gleichen Klassenraum zu gehen, aber mittlerweile habe ich mich sehr gut daran gewöhnt. Meine Schule beginnt morgens um 7:45 Uhr und endet um 14.35 Uhr. Nach der Schule habe ich Zeit meine Hausaufgaben zu erledigen, bis mein Training um 15:30 Uhr startet. Anfang November ist die Wintersaison gestartet und wir trainieren zwei mal die Woche im Gym und drei mal die Woche auf dem Ergometer.
Für das letzte Drittel meines Jahres hier in den USA habe mich dazu entschieden der Theater Gruppe meiner Schule beizutreten und im Bereich Bühnenbild/Technik mitzuarbeiten. Es ist das Musical „Shrek“ geplant.

Ich hatte ziemlich viel Glück mit der Stadt in der ich gelandet bin. In Ann Arbor befindet sich die University of Michigan, eine von vielen großen Universitäten hier in den Staaten. Man kann sich an den Wochenenden viele Sportevents wie zum Beispiel College Basketball oder Ice Hockey in Ann Arbor anschauen, da sich die ganzen Stadien in der Stadt befinden. Im Herbst startet die Footballsaison. Es passen 109.901 Menschen in das University of Michigan Football Stadion, auch „Big House“ genannt.

Ich bin mit der Organisation Youth For Understanding (kurz: „YFU“) hier und habe eine Ganzjahresfamilie. Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmum, meinem Gastdad, meinen beiden Gastbrüdern (17&20) und einem Hund. Ich bin echt froh das ich mich so gut mit meiner Gastfamilie verstehe. Jeder Austauschschüler hat eine sogenannte Area Rep mit der er/sie sich monatlich trifft. Sie checkt wie alles läuft und unterstützt einen das Jahr über. Außerdem ist sie die Ansprechperson wenn man Probleme mit der Gastfamilie haben sollte. Ich hatte die Möglichkeit mit meiner Organisation und vielen anderen Austauschschülern zu einer kleinen Insel namens Mackinac Island, weiter oben auf der Karte in Michigan, zu fahren. Dazu werde ich Mitte Mai für ein paar Tage nach Chicago fahren.

Ich kann es jedem einzelnen nur empfehlen, für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Ein Auslandsjahr ist definitiv kein Urlaub, aber dafür eine prägende Erfahrung fürs Leben. Man wird viele Höhen und Tiefen über das Jahr erfahren, diverse verschieden Menschen kennenlernen, viele Sachen&Dinge, die man garantiert im Leben nicht vergisst, erleben und über sich hinaus wachsen.

Ein spezieller Dank geht an Herrn Leipelt, der mich in der Zeit vor meinem Auslandjahr unterstützt hat.

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