Klimaparlament des Max beschäftigte sich mit klimafreundlicher Ernährung- Erstmals gemeinsamer Workshop von Schülern, Eltern und Lehrern

Was haben Hühnereier und Spaghetti Bolognese mit dem Klimawandel zu tun? Dieser und vieler weiterer Fragen widmete sich am vergangenen Sonnabend das Klimaparlament des Max-Windmüller-Gymnasiums: Von 10 bis 15 Uhr informierten sich die Teilnehmer unter anderem über die CO2-Bilanzen verschiedener Lebensmittel, den Wasserverbrauch, der bei Produktion von Nahrungsmitteln anfällt, und über den Flächenbedarf, der für Futterpflanzen benötigt wird.

Ein komplexes Thema, das eine Reihe von Herausforderungen für die Zukunft beinhaltet, die nur bewältigt werden können, wenn sich möglichst viele beteiligen. Deshalb hat das Klimaparlament des Max-Windmüller-Gymnasiums, das im vergangenen Jahr im Rahmen der Teilnahme am Climate Action Program (CAP) der UNESCO an der Schule gegründet worden war, dieses Mal nicht nur mit Schülerinnen und Schülern getagt: Erstmals haben die Klimaparlamentarier gemeinsam mit Elternvertretern und Lehrern an einem durch den Förderverein des Gymnasiums unterstützten Workshop teilgenommen, um Hintergründe über die Auswirkungen unseres Ernährungsverhaltens auf das Klima zu erfahren. Gestaltet wurde Programm mit dem Titel „MoMaMa (Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!“ von Vanessa Klimpel und Karolina Zwolinska von „Janun e.V.“. Neben den Konsequenzen für das Klima richteten die Referentinnen den Fokus auch auf ethische Fragen: So wurden die globale Verteilung von Wohlstand oder die Auswirkungen von Massentierhaltung anhand von vielen eindrucksvollen Spielen verdeutlicht, so dass nicht nur die Sechst- und Siebtklässler zum Nachdenken angeregt wurden.

„Diese Herangehensweise ist neu und Teil des Whole School Approachs“, erklärte Max-Lehrer Kai Gembler: „Dieses Konzept beinhaltet, dass möglichst viele Mitglieder der Schulgemeinschaft aktiviert werden.“ Zu diesem Zweck hat das Klimaparlament des Max, in das Delegierte aller Klassen und Jahrgänge entsendet werden, einen Klimarat gewählt, der sich wiederum aus Vertretern aller Jahrgänge zusammensetzt. „Diese demokratischen Organisationsstrukturen sollen eine möglichst breite Beteiligung der ganzen Schule ermöglichen und gleichzeitig ein Gremium bieten, mit dem konstruktiv gearbeitet werden kann“, bestätigt Johannes Hessel, der gemeinsam mit seinen Kollegen Kai Gembler und Jochen Scheuermann das Climate Action Project koordiniert.

Die Teilnehmer mit den Referentinnen Vanessa Klimpel und Karolina Zwolinska

Neben dem Workshop stand am Sonnabend auch die Information über die Arbeit des Klimarates auf der Tagesordnung: So berichteten die Klimaratsmitglieder Emma Arp und Mia Bredebusch von der Arbeit am ersten großen Projektes des Klimarates, der Installation von Handtrocknern auf den Toiletten. Eine sinnvolle Maßnahme: Durch die Einsparung der bislang dort verwendeten Papierhandtücher wird nicht nur CO2 gespart, sondern auch Geld, denn die Umrüstung ist auch noch günstiger, wie die Schülerinnen und Schüler errechneten. Damit konnten auch die Verantwortlichen bei der Stadt Emden überzeugt werden, die deshalb die ersten Handtrockner auf den Mädchentoiletten installiert haben. Nach einem Testbetrieb sollen auch die anderen Toiletten der Schule damit ausgestattet werden.

Dieser Erfolg hat die Mitglieder des Klimarates ermutigt, den eingeschlagenen Weg in Richtung einer klimaneutralen Schule weiter zu verfolgen: In den kommenden zwölf Monaten sollen dazu weitere Schritte unternommen werden. Neue Ideen und Anregungen gibt es dazu immer wieder bei Fortbildungsveranstaltungen in Wolfsburg: In der Autostadt, die das Projekt unterstützt, tauschen sich die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer der 25 bundesdeutschen CAP-Schulen, die an dem globalen Projekt teilnehmen, zweimal im Jahr über ihre Arbeit aus und erhalten neue Ideen und Anregungen – das nächste Mal im März.

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