Monthly Archives: September 2019

Sonniger Tag auf Borkum: Jubiläumstour fand bei bestem Wetter statt

Im zweiten Anlauf hat es doch noch geklappt: Nachdem vor zwei Wochen schlechtes Wetter zur Verschiebung der Fahrt nach Borkum geführt hatte, machte Wettergott Petrus am Donnerstag alles wieder gut: Strahlender Sonnenschein, wenig Wind und moderate Temperaturen bildeten perfekte Rahmenbedingungen für die Inselfahrt, an der die ganze Schule teilnimmt. Spiele am Strand, Schnitzeljagden oder ein Besuch des Kletterparkes gehörten zu den Aktivitäten, mit denen die Schülerinnen und Schüler den Tag auf der Insel verbrachten. „Die Borkumfahrt ist ein besonderer Ausflug, der zur Stärkung der Schulgemeinschaft dient“, so Max-Schulleiter Frank Tapper. Wichtig sei dabei auch das Kennenlernen über die Klassen- und Kursgrenzen hinweg: So unterstütze beispielsweise die Oberstufe auch die Klassenlehrerinnen und – lehrer der fünften und sechsten Klassen bei ihrem Programm.

Für das Max-Windmüller-Gymnasium war der diesmalige Schulausflug, der seit 2009 alljährlich zu Schuljahresbeginn stattfindet, ein ganz besonderer: Da 2015 die Fahrt witterungsbedingt ausfallen musste, gab es in diesem Jahr die 10. Auflage!

Erstmals dabei waren die neuen Fünftklässler: 100 neue Schülerinnen und Schüler haben sich inzwischen in ihren vier Klassen am Max gut eingelebt und mit ihren Klassenleiterinnen und – leitern schon einiges für ihre Klassengemeinschaft getan. Beim Ausflug auf die Insel gab es kurz vor den ersten Klassenarbeiten noch einmal die Gelegenheit, etwas Sonne zu tanken oder ein Bad in der inzwischen schon deutlich abgekühlten Nordsee zu nehmen: Einige Mutige ließen sich von 16° C nicht schrecken und stürzten sich trotzdem in die Wogen.

Erstmals mit dem Max auf Borkum: 100 Fünftklässlerinnen – und klässler verbrachten einen schönen Tag auf der Insel.

Zu allem Badespaß gab es auch noch Historisches zu bestaunen: Statt der normalen Lokomotive zog „Molli“ die Waggons der Inselbahn. Die 130 Jahre alte Maschine macht derzeit Urlaub auf Borkum und sorgte passend zum Max-Inseljubiläum für eine besondere Fahrt zwischen Hafen und Bahnhof.

 

Bewegte Pause – Ausleihe bekommt bewegtes Wandbild

Passend zur „Bewegten Pause“ haben Amanda Hieronimus, Carolina Torscher, Zorah Bousri, Lukas Pancratius, Fatma Antemoglou und Jannes Pancratius ein Wandbild gestaltet. Trotz Hitzefrei haben sie an drei Projekttagen unermüdlich weiße, schwarze und farbige Streifen gemalt. Das Ergebnis, das gewollt etwas seekrank macht, kann sich sehen lassen.

In der AG Wandgestaltung wird die gegenüberliegende Wand ebenfalls gestaltet, sodass die Flure unserer Schule Stück für Stück farbenfroher werden.

 

„Exodus 1947“-Überlebende und – Nachkommen besuchten Emden: 46 Israelis reisten auf den Spuren der Geschichte des legendären Schiffes

Ein außergewöhnlicher Besuch: Anfang September besuchten 46 Gäste aus Israel Norddeutschland, um nach Spuren der „Exodus 1947“ zu suchen. Das legendäre Schiff, das eigentlich den Namen President Warfield trug, ging in die Geschichte ein, denn im Jahre 1947 führten die Ereignisse um den einstigen Vergnügungsdampfer zu weltweitem Aufsehen: Das Schiff, das ursprünglich für 400 Passagiere gebaut worden war, war nach dem Zweiten Weltkrieg von einer jüdischen Untergrundorganisation gekauft worden, um Überlebende des Holocaust von Frankreich nach Palästina zu bringen. Um möglichst vielen Menschen die Überfahrt zu ermöglichen, waren Zwischendecks eingezogen worden, sodass sich letztlich 4500 Flüchtlinge an Bord des eigentlich schon schrottreifen Dampfers auf den Weg nach Haifa machten. Doch dort wurde dem Schiff, das auf dem Mittelmeer in „Exodus 1947“ umbenannt worden war, die Einreise verweigert: Die britische Mandatsmacht fürchtete, dass eine weitere Einwanderung von Juden zu einer Verschärfung der Situation in Palästina führen könnte und ging deshalb brutal gegen die Einreisewilligen vor. Neben zahlreichen Verletzten starben vier Menschen bei dem Versuch, das Schiff zu entern, bis der Widerstand aufgegeben wurde.

Auf drei anderen Schiffen wurden die Flüchtlinge zurück nach Europa gebracht: Nachdem sie sich geweigert hatten in Frankreich von Bord zu gehen, wurden sie schließlich nach Hamburg gebracht, also ausgerechnet in das Land, das für den Holocaust verantwortlich war. Von dort ging es in Barackensiedlungen in der Nähe Lübecks, bis schließlich der bevorstehende Winter die Suche nach einem witterungsfesten Quartier unumgänglich machte. Gefunden wurde dies in Emden und Sengwarden bei Wilhelmshaven: Während große Teile der Innenstadt zerstört waren, war die Kaserne unversehrt und neue Heimat für etwa 3000 Menschen. Die restlichen 1500 Passagiere wurden nach Sengwarden gebracht, wo die Marine-Kaserne ebenfalls intakt geblieben war.

All diese Orte standen auf dem Programm der Gäste, unter denen sich auch 18 Personen befanden, die als Kinder auf dem Schiff oder in den Lagern gelebt hatten. Unter ihnen befand sich auch der 84-jährige Aharon Dishon, der dem Holocaust und einem Arbeitslager in Sibirien knapp entronnen war. „Ich kann mich mich noch genau an die Trümmer der Stadt erinnern, in der nur die Bunker heil geblieben waren“, so Dishon.  Er erzählte seine Geschichte im Rahmen eines Empfanges, der anlässlich des Besuches der Exodus-Gruppe im Rummel des Emder Rathauses ausgerichtet worden war. Oberbürgermeister Bernd Bornemann hob in seiner Rede die besondere Bedeutung des Schicksals des Schiffes hervor, das letztlich zu Gründung des Staates Israel beitrug. Erst in den letzten Jahren sei diese fast vergessene Geschichte wieder ins Bewusstsein der Emder zurückgekehrt und zu einem Thema geworden, welchem sich das Max-Windmüller-Gymnasium und die BBS II angenommen haben.

War als 12-jähriger in Emden: Aharon Dishon

Ganz in diesem Sinne begleiteten 15 Schülerinnen und Schüler beider Schulen, die bereits am Empfang teilgenommen hatten, am Freitag die die Gruppe nach Sengwarden. Dort wurde in der Dorfmitte durch Cwi Chatkewicz eine Gedenkstele enthüllt, der in Wilhelmshaven am 29.11.1947, dem Tag des UN-Teilungsbeschlusses, geboren wurde.  Sichtlich bewegt schilderte Chatkewicz, dass er als Kind seine ersten acht Lebensmonate in der Kaserne verbracht hatte, bevor seine Eltern mit ihm in das inzwischen gegründete Israel ausreisen konnten. Diesen Ort besichtigte die Gruppe im Anschluss und auch dort wurde eine Gedenktafel enthüllt, die zukünftig in der immer noch in Betrieb befindlichen Kaserne an ihre besonderen Gäste erinnern soll.

Begleiteten die Gruppe nach Sengwarden: Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9-12

Den Abschluss der Reise bildete ein Besuch der Exodus-Erinnerungsorte in Emden: Am Sonnabend begab sich die Gruppe auf den Jüdischen Friedhof, um an den Gräbern zweier Männer, die während der Lagerzeit in Emden gestorben waren, das Kaddisch zu sprechen. Im Anschluss daran besuchten die Israelis die ehemalige Emder Kaserne: Nach einer kurzen Zeremonie an der 2016 eingeweihten Gedenktafel besichtigten die Gäste den Block „Ostfriesland“, der inzwischen ein Appartementhaus beherbergt. Trotz der großen Veränderungen seit 1948 erkannten einige der ehemaligen Lagerbewohner den Ort wieder, der nach einer langen Zeit von Angst und Entbehrungen zum ersten Mal wieder das Gefühl eines Zuhauses vermittelte: „Hier konnten wir zur Ruhe kommen und uns auf unsere Reise nach Israel vorbereiten“, berichteten die Emder Exodus-Bewohner.

In der ehemaligen Kaserne: die Emder Exodus-Flüchtlinge.

Immer wieder bekamen die Schülerinnen und Schüler Eindrücke von der heute kaum glaublichen Geschichte der Exodus-Passagiere: „Für mich war dieses Projekt etwas ganz Besonderes, das ich nie vergessen werde“, sagte Max-Schülerin Malin Rehage (Jg. 11). „Auf die Herzlichkeit, mit der ich begrüßt und verabschiedet wurde, werde ich immer gerne zurückblicken, und auch die Erfahrungen, die die Exodus-Überlebenden mir anvertraut haben, werden mir besonders in Erinnerung bleiben.“

Max-Schüler erhielten Besuch aus den USA

Nach einer etwas längeren Pause endlich wieder Besuch aus den USA: Zum ersten Mal seit 2014 waren wieder 14 Schülerinnen und Schüler der Irondequoit High School in Rochester im Staate New York zu Gast am Max. Nachdem sie bereits Berlin und Weimar erkundet hatten, reisten die Amerikaner nach Ostfriesland, um ihre Austauschpartner in Emden zu treffen. Gut eine Woche erlebten die überseeischen Besucher bei allerbestem Wetter ein vielfältiges Programm: Neben einer Übernachtung auf dem Nabu-Bauernhof und einer Wattwanderung nach Baltrum standen auch eine Drachenboottour auf dem Stadtgraben oder eine Fahrt nach Bremen auf dem Programm. Organisiert wurde dieses von Franziska Eber und Carsten Richter, die damit eine inzwischen stattliche Tradition fortführen, denn der Kontakt nach Rochester besteht seit 2003. Dass der aktuelle Austausch stattfindet, freut auch Schulleiter Frank Tapper: „Es gibt für junge Menschen kaum etwas Wertvolleres, als die Gelegenheit, in einem interkulturellen Austausch aus erster Hand Erfahrungen zu sammeln, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und den eigenen Horizont zu erweitern.“

Deutsch-amerikanische Rast an der Emder Kunsthalle

Zum Ende einer intensiven Zeit in Emden gab es am Emder Bahnhof reichlich Tränen, doch währt die Trennung nur kurz: Bereits Ende September steht der Gegenbesuch bevor: Vom 20.9.-2.10.2019 fahren die Max-Schülerinnen und -Schüler nach Rochester, um ihre Austauschpartner zu besuchen. Allerdings geht es nach dem Flug über den Atlantik zunächst nach New York City, wo die Emder drei Tage in Manhattan verbringen werden, bevor es an den Lake Ontario geht, in dessen Nähe Rochester liegt. Unweit der Niagarafälle, die natürlich auch zum Programm in den USA gehören werden, verbringen die Emder eine gute Woche in der Millionenstadt in den Familien ihrer Partner, um den „American way of life“ kennenzulernen.

Borkumfahrt 2019 – Terminänderung

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern,

leider müssen wir aufgrund schlechter Wetterprognosen für den 04. und 05.09.2019 die geplante Borkumfahrt verschieben. Als Ausweichtermin haben wir den 19.09.2019 ins Auge gefasst. Auch dieser Termin steht unter dem Vorbehalt, dass das Wetter für die Fahrt geeignet ist. Bitte beachtet / beachten Sie die ggf. kurzfristig versendeten Nachrichten über IServ-Mail.

Alle Teilnehmer/innen werden gebeten, sich wie geplant mit den Sonderfahrtkarten zu versorgen, da diese nur am 02. und 03.09.2019 in der Schule erhältlich sind (Verkauf noch heute, 03.09.2019, bis 13.15 Uhr in der Pausenhalle). Die Fahrkarten behalten ihre Gültigkeit für den Ausweichtermin.

Am 04. und 05.09.2019 findet Unterricht nach Plan statt!

Max-Team siegte bei Hinteraner Spendenlauf

Samstagnachmittag, Sommertemperaturen. Für viele Schülerinnen und Schüler des Max perfekte Bedingungen für einen Freibadbesuch. Allerdings nicht für alle: So machte sich ein aus Finn Schneider (11a), Markus Melles (11d) und Rouven Miege (12.Jg.) bestehendes Team auf zum 3. Hinteraner Spendenlauf. Es musste ein Rundkurs von fünf Kilometern quer durch Hinte absolviert werden. Trotz der erhöhten Temperaturen erreichten alle drei das Ziel in Zeiten von unter 25 Minuten. Während Markus Melles bei seinem Debüt über fünf Kilometer eine Zeit von 21:05 Minuten lief und damit den 22. Platz der Gesamtwertung belegte, überquerte Finn Schneider die Ziellinie in einer Zeit von 19:16 Minuten (6. Platz). Mit Rouven Miege schaffte es ein MAXler sogar aufs Treppchen. Er erreichte als dritter der Gesamtwertung in einer Zeit von 18:26 Minuten das Ziel.

Dies sollte allerdings nicht die einzige Treppchen Platzierung bleiben. In der Teamwertung der Männerteams landete das Team, das unter dem Namen „MAX löppt“ startete, auf dem ersten Platz. Mit einer Gesamtzeit von 58:47 Minuten setzte sich das Team mit drei Minuten deutlich von dem zweiten Platz ab. Den nächsten Erfolg könnte das Team schon am 20.09.2019 feiern:  Dann tritt das Team voraussichtlich beim Emder Sparkassen-Delftlauf an.

Bericht: Rouven Miege

„Geh denken!“- Max-Schülerinnen erinnerten an Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren

Feuer, Zerstörung, Chaos – das imposante Triptychon Bodo Olthoffs gibt einen Eindruck von den Schrecken des Krieges: Schreiende Kinder, fallende Bomben und die Namen der Konzentrations- und Vernichtungslager vermitteln eine Ahnung von den Folgen des Zweiten Weltkrieges, die immer mehr zu verblassen scheint.

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