Klasse 10.1 befreit Küstenabschnitt an der Knock von über 50kg Müll

Über den Zustand der Meere und Gewässer allgemein hört man in letzter Zeit nicht viel Gutes: riesige Plastikmüllteppiche im Nordatlantik, ehemalige Traumstrände auf der ganzen Welt bedeckt von Plastikflaschen und Verpackungsmüll, an Plastikteilen erstickte Meerestiere und sogar Plastik-Giftstoffe, die über verzehrten Fisch in die menschlichen Nahrungskette gelangen.

Diese Besorgnis erregende Entwicklung veranlasste die Klasse 10.1 dazu, sich für den Umweltschutz zu engagieren. Ebenfalls inspiriert wurde diese Entscheidung durch die Auseinandersetzung mit der Arbeit der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd.

Aus der Bereitschaft der Schüler, sich für dem Erhalt der Meere und Gewässer sowie deren Artenvielfalt einzusetzen, entwickelte sich die Idee, die Küste Ostfrieslands auf Belastung durch Müll zu untersuchen.

Begleitet von Herrn Richter und Herrn Gluns ging es deshalb mit dem Fahrrad an die Knock, wo die Schülerinnen und Schüler mit Müllsäcken bewaffnet dem angespülten oder vor Ort achtlos weggeworfenen Abfall zu Leibe rückten.

Auf den ersten Blick erschien der Küstenabschnitt zunächst nicht sonderlich verschmutzt. Nach knapp zwei Stunden waren trotzdem einige Säcke mit insgesamt über 50kg Müll gefüllt. Neben „Treibgut-Klassikern“ wie Plastikflaschen, Getränkedosen oder Chipstüten wurden auch unerwartete Funde wie ein Paar Flipflops oder eine Herrenunterhose der fachgerechten Entsorgung zugeführt. Auffällig war der hohe Anteil durch Spaziergänger vor Ort sorglos weggeworfenen Abfalls, angefangen mit Zigarettenkippen über Getränkebehälter bis hin zu Plastiktüten mit Hundekot. In diesem Zusammenhang ließe sich vielleicht kritisieren, dass vor Ort keine Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden sind, was jedoch keinesfalls die Umweltverschmutzung rechtfertigt.

Abschließend lässt sich feststellen, dass der von uns untersuchte Küstenabschnitt zwar deutlich weniger stark mit Plastikmüll belastet ist als man es von Bildern anderer Küsten auf der Welt kennt, dass aber trotzdem von einem Müllproblem gesprochen werden kann, das zudem größtenteils „hausgemacht“ ist. Durch die Strömung in Richtung Nordsee ist die Dollartküste vielleicht nicht so stark durch Treibgut verschmutzt wie andere Gebiete, dass Spaziergänger und andere Besucher jedoch ihren Müll in Küstennähe einfach liegen lassen, empfinden die Schülerinnen und Schüler zurecht als unverantwortlich. Durch die Flut gelangt ein großer Teil des Mülls so in den Dollart und von dort weiter in die Nordsee, wodurch die eingangs geschilderten Probleme noch verstärkt werden.

Mit diesen Erkenntnissen und einem guten Gewissen wurde die Heimfahrt angetreten und der / die eine oder andere hat vielleicht Lust bekommen, sich auch in Zukunft für den Umweltschutz einzusetzen.

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