Category Archives: Aktuell

Krankheitssymptome: Darf mein Kind in die Schule?

Hinweise zu Corona-Regelungen ab 14.09.2020

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Einhaltung der Corona-Regeln am Max funktioniert insgesamt gut. Die Schülerinnen und Schüler unterstützen die Regeln diszipliniert und zeigen überwiegend Verständnis für die Einschränkungen. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich, auch im Namen des Kollegiums.

Stifte sammeln, Umwelt retten!

„Bye Bye Plastic Bags-Germany“ und das Max-Windmüller-Gymnasium setzen sich auch in diesem Schuljahr gemeinsam dafür ein, dass nicht vermeidbarer Plastikmüll ordentlich recycelt wird.

Und da in unserer Schule im Laufe eines Schuljahres sehr viele leere Stifte (Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturmittel, Füllfederhalter und Patronen) anfallen, haben wir uns als offizielle Sammelstelle für das Stifte-Recyclingprogramm der Firma Terracycle eintragen lassen.

In einigen Klassenräumen findet ihr mittlerweile Sammelkartons für leere Stifte. Legt eure leeren(!) Stifte, Patronen etc. einfach in diese Kartons. Sobald wir als Schulgemeinschaft 20kg zusammengesammelt haben, senden wir das Paket ein und bekommen dafür eine Gutschrift. Das eingenommene Geld spenden wir an Institutionen, die sich für den Erhalt der Umwelt einsetzen.

Solltet ihr an der Aktion teilnehmen wollen und  bei euch im Klassenraum noch keine Sammelbox stehen, sprecht eure Klassenlehrer*in oder Herrn Ellmann-Bahr (ellmann(at)max-emden.de) an.

Vielen Dank für die Mitarbeit!

 

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Elternbrief des Schulleiters zum Schuljahresbeginn

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

ich freue mich, wieder alle Schülerinnen und Schüler in der Schule begrüßen zu können und hoffe, ihr seid gut erholt! Wir beginnen den Unterricht nach dem Szenario „Eingeschränkter Regelbetrieb“ und bitten um Verständnis für die späte Information, da bis zum Ferienende noch Änderungen nötig waren.

In diesem Szenario können wir weitgehend den gewohnten Unterricht erteilen, allerdings gibt es Einschränkungen und wir müssen neue Regeln zur Vermeidung von Ansteckung einhalten. Bitte besprechen Sie, liebe Eltern, die folgenden Regelungen mit Ihren Kindern und weisen sie auf die Wichtigkeit der Einhaltung hin. Nur wenn es gelingt, das Infektionsgeschehen zu begrenzen, können wir weiterhin den notwendigen Schulunterricht erteilen. Ich denke, es ist insbesondere im Interesse der Bildung und des Schulerfolgs unserer Schülerinnen und Schüler wichtig, dass wir alle durch Einhaltung dieser Regeln nach Möglichkeit weitere Einschränkungen des Schulunterrichts verhindern.

Regelungen für den „eingeschränkten Regelbetrieb“

1. Nach dem aktualisierten Niedersächsischen Hygieneplan (zum Download auf der Homepage des Kultusministeriums) werden die Schülerinnen und Schüler festen Gruppen („Kohorten“) zugewiesen. Kontakte zu Mitgliedern anderer Kohorten müssen vermieden werden. Der Mindestabstand von 1,50 m zu Mitgliedern anderer Kohorten ist im Gebäude wie auf dem Schulgelände unbedingt einzuhalten! Externe Personen, dazu gehören auch Eltern, können die Schule nur nach telefonischer Voranmeldung im Sekretariat betreten. Dort muss jeder Besuch dokumentiert werden.

2. Kohorten am Max: Jeder einzelne Jahrgang 5-11 bildet eine Kohorte. Innerhalb dieser Gruppe ist der Mindestabstand nicht vorgeschrieben. Die Jahrgänge 12 und 13 bilden eine Ausnahme. Sie werden als eine gemeinsame Kohorte geführt, sodass auch jahrgangsübergeifender Unterricht möglich ist. Die Kooperation mit anderen Oberstufen in Emden (z.B. JAG, IGS) erfordert, dass Schüler/innen verschiedener Schulen in jeder Situation einen Mindestabstand von 1,50 m einhalten. Das wird im Unterrichtsraum über die feste Sitzordnung gewährleistet. Zusätzlich werden von den Fachlehrkräften gesonderte Zugangs- und Abgangsregelungen getroffen.

3. Für alle Wege im Schulgebäude und im Falle von Engpässen (Unterschreitung des Mindestabstands von 1,50 m zu Mitgliedern anderer Kohorten) auch auf dem Schulhof ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung („Maske“) verpflichtend vorgeschrieben! Visiere oder Plexiglastrennwände stellen keine angemessene Alternative dar. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder mit genügend (waschbaren) Masken versorgt sind (auch zum Wechseln).

4. Für die ersten zwei Schulwochen (bis 11.09.2020) empfiehlt die Schule darüber hinaus auch in den Unterrichtsräumen dringend das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, um den evtl. Infektionsgefahren z.B. durch Reiserückkehrer direkt nach Ferienende zu begegnen. Nach Betreten des Unterrichtsraumes müssen sich alle Schüler/innen die Hände waschen bzw. in einigen Räumen desinfizieren. Bitte besprechen Sie diese Maßnahme mit Ihren Kindern.

5. Auf dem Schulhof sind die Aufenthaltsbereiche für jede Klasse bzw. die Jahrgänge in der Sek2 ausgewiesen (vgl. Anlage). Die Schüler dürfen sich nur in diesen Zonen aufhalten. Vor allem aber ist der Mindestabstand von 1,50 m zu Mitgliedern anderer Kohorten einzuhalten. Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ist in den zugewiesenen Aufenthaltsbereichen nicht nötig, jedoch auf den Wegen dorthin bzw. ins Gebäude.

6. Zusätzlich zur ausgeschilderten Einbahnregelung, gilt für alle Bereiche im Gebäude das Rechtsgeh-Gebot. So kann auch bei Gegenverkehr der Mindestabstand weitestgehend gewährleistet werden. Es bleibt dabei, dass für Gruppen mit Lehrkraft die Einbahnregelung nicht gilt und dass die Lehrkräfte auf die Einhaltung der Abstände achten und im Zweifel abwarten bis ein Engpass frei ist.

7. Regenpausen werden bei starken Niederschlägen über die Durchsageanlage bekannt gegeben. In dem Fall werden die Schülerinnen und Schüler von ihrer nächsten Lehrkraft möglichst umgehend auf dem Schulhof abgeholt und in den Unterrichtsraum geführt. Bitte achten Sie auf angemessene Kleidung, auch für ungemütliches Wetter!

8. Die Schüler werden vor jedem Unterricht von ihrer Lehrkraft in ihrem Aufenthaltsbereich auf dem Schulhof abgeholt. Sie betreten bei Unterrichtsbeginn ihren Unterrichtsraum zügig mit der Lehrkraft und begeben sich an ihre zugewiesenen Plätze bevor sie sich der Reihe nach die Hände waschen. Auf diese Weise vermeiden wir Engpässe durch wartende Lerngruppen auf den Fluren.

9. Schülergruppen betreten weiterhin das Gebäude nur in Begleitung ihrer Lehrkräfte! Die begleitenden Lehrkräfte wählen die kürzesten Wege direkt vom Schulhof durch die Treppenhäuser 1 und 2. Für Räume am Ende des Gebäudes wird das Treppenhaus 3 (Küche) über Pausenhalle und Mensa erreicht, um zu große Enge zu vermeiden. Die Sek2 (auch Jahrgang 11)  geht durch die Pausenhalle zum günstigsten Treppenhaus.

10. Der Unterricht findet grundsätzlich in ganzen Lerngruppen nach Stundenplan statt.

11. Der praktische Sportunterricht findet unter Wahrung besonderer Regeln statt. Die genauen Regelungen werden durch die Sportlehrkräfte mit den Lerngruppen besprochen.

12. Das Ganztagsangebot findet ebenfalls statt, allerdings unter Wahrung der Kohortengruppen. Das gilt auch für die Hausaufgabenbetreuung und den Förderunterricht. Die genauen Regelungen werden im Rahmen der AG-Wahlen bekanntgegeben.

13. Die Mensa kann nur von Max-Schüler/innen mit Mund-Nasenschutz betreten werden, um in den Pausen am Kiosk Snacks und Getränke zu kaufen. Dazu melden sich die Schülerinnen und Schüler in der Pausenhalle bei der Aufsicht an und ab, damit ein Überblick über die Anzahl der im Gebäude befindlichen Personen ermöglicht wird. Gekaufte Speisen und Getränke können nicht in der Mensa verzehrt werden, sondern müssen in den zugewiesenen Aufenthaltsbereich auf den Schulhof mitgenommen werden.

14. In der Mittagspause bietet die Mensa ein warmes Mittagessen in Buffetform an. Die Essenausgabe erfolgt jedoch durch Personal der Fa. Vita-Catering (keine Selbstbedienung). Bei der Abholung des Essens und auf den Wegen innerhalb der Mensa gilt Maskenpflicht. Für alle Kohorten werden separate Tische eingerichtet, die ausreichend Abstand zur Nachbarkohorte gewährleisten. Am zugewiesenen Tisch kann die Maske abgenommen werden. Aufgrund begrenzter Kapazitäten ist der Aufenthalt in der Mensa nur möglich, um dort das gekaufte Mittagessen zu verzehren. Mitgebrachte Speisen (z.B. Pausenbrote) können nur in den zugewiesenen Aufenthaltsbereichen gegessen werden.

15. Bitte lesen Sie/lest aufmerksam den Vertretungsplan, da es zu Abweichungen vom Stundenplan oder vom Präsenzunterricht kommen kann. Einige wenige Lerngruppen werden teilweise Fernunterricht bekommen müssen, wenn Lehrkräfte aufgrund gesundheitlicher Bedingungen keinen Präsenzunterricht erteilen dürfen. Die betroffenen Klasse/Kurse werden gesondert informiert.

16. An Bushaltestellen gilt die Maskenpflicht wie im ÖPNV. Der Mindestabstand von 1,50 m zu Angehörigen anderer Kohorten ist möglichst einzuhalten.

17. Schulbesuch bei Erkrankung bzw. für Angehörige von Risikogruppen Schüler/innen, die sich nach Auslandsreisen oder aufgrund von Infektionen von Angehörigen in Quarantäne befinden, dürfen die Schule nicht besuchen. Nach Rückkehr von Reisen in Risikogebiete informieren Sie sich bitte über Testpflichten bzw. weitere vorgeschriebene Maßnahmen.

Schülerinnen und Schüler, die einer Risikogruppe angehören oder mit Personen in einem Haushalt leben, die einer Risikogruppe angehören, sind schulpflichtig und müssen den Präsenzunterricht besuchen. Ausnahmen müssen beim Schulleiter unter Vorlage eines ärztlichen Attests beantragt werden. Der Antrag kann formlos erfolgen.

In der Coronavirus-Pandemie ist es ganz besonders wichtig, die allgemein gültige Regel zu beachten: Personen, die Fieber haben oder eindeutig krank sind, dürfen unabhängig von der Ursache die Schule nicht besuchen oder dort tätig sein.

Abhängig von der Symptomschwere können folgende Fälle unterschieden werden:

  • Bei Infekten mit einem ausgeprägtem Krankheitswert (z. B. Husten, Halsschmerzen, erhöhte Temperatur) muss die Genesung abgewartet werden. Nach 48 Stunden Symptomfreiheit kann die Schule ohne weitere Auflagen (d. h. ohne ärztliches Attest, ohne Testung) wieder besucht werden, wenn kein wissentlicher Kontakt zu einem bestätigten Covid-19 Erkrankten bekannt ist.
  • Bei schwererer Symptomatik, zum Beispiel mit Fieber ab 38,5°C oder akutem, unerwartet aufgetretenem Infekt (insb. der Atemwege) mit deutlicher Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder anhaltendem starken Husten, der nicht durch Vorerkrankung erklärbar ist, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Die Ärztin oder der Arzt wird dann entscheiden, ob ggf. auch eine Testung auf SARS-CoV-2 durchgeführt werden soll und welche Aspekte für die Wiederzulassung zum Schulbesuch zu beachten sind.
  • Bei einem banalen Infekt ohne deutliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens (z. B. nur Schnupfen, leichter Husten) kann die Schule besucht werden. Dies gilt auch bei Vorerkrankungen (z. B. Heuschnupfen, Pollenallergie).

Sollte sich das Infektionsgeschehen verstärken, kann der Schulbetrieb durch die Gesundheitsbehörden kurzfristig auf das Szenario B „Schule im Wechselmodell“ umgestellt werden. Dann würden der Unterricht wieder in Halbgruppen abwechselnd als Präsenz- und Fernunterricht stattfinden. In Fällen von Infektionen an der Schule kann es zu Szenario C: Quarantäne für einzelne Kohorten oder einer Schulschließung kommen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen/ Euch mit diesen Hinweisen die notwenigen Reglungen verdeutlichen. Alle Regelungen werden zu Beginn des Unterrichts in den Klassen und Kursen noch einmal persönlich durch die Lehrkräfte erklärt und besprochen.

Ich wünsche uns allen einen guten Start ins neue Schuljahr und allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Frank Tapper, Schulleiter

 

Aufenthaltsbereiche – Schulhof

Die fabulöse Fabel-Fibel der Klasse 6b

Die Ferien sind zu lang? Ihr wisst nicht mehr, was ihr noch unternehmen könnt? Da haben wir einen Tipp: Die fabulöse Fabel-Fibel der Klasse 6b.

Diese ist im Deutsch- und Kunstunterricht der Klasse des vergangenen Schuljahres entstanden und schafft es spielerisch, die Zeit bis zum langersehnten ersten Schultag nach den Ferien zu verkürzen!

 

Viel Spaß bei der Lektüre und ein großes Dankeschön an die Klasse 6b!

 

>>Die fabulöse Fabel-Fibel der 6b<<

Herzlich willkommen am Max!

Herzlich willkommen am Max!

Liebe Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, wir freuen uns auf Euch! Am Donnerstag, den 27.8.2020, möchten wir Euch in der Pausenhalle unserer Schule begrüßen:

Drei Tabletklassen starten im nächsten Schuljahr

Bald geht es los: Angesichts der äußerst positiven Resonanz von Eltern und Schülern starten gleich drei siebte Klassen im nächsten Schuljahr als Tabletklassen (7a-c)! In den neuen Tabletklassen wird das digitale Lernen mit einer einheitlichen technischen Ausstattung grundsätzlich konzeptionell erarbeitet und evaluiert, sodass wir weitere solide Erkenntnisse für die künftige digitale Arbeit an unserer Schule gewinnen. Für alle Klassen, die noch nicht zu Beginn dabei sind, kommen natürlich digitale Arbeitsmittel zum Einsatz (z.B. Tabletkoffer und Laptops).

Feriengrüße und Brief des Schulleiters

Wir wünschen allen Schüler*innen, allen Eltern, Kolleg*innen, Mitarbeiter*innen und Freund*innen des Max-Windmüller-Gymnasiums schöne und erholsame Ferien.

Wir möchten uns für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken, die es möglich machte, das anspruchsvolle zweite Schulhalbjahr vernünftig und produktiv zu bewerkstelligen!

In einem Container um die halbe Welt – Emdens Spenden erreichen nach einer langen Reise ihren Zielort in Bububu

Spendenaktion für das Montessori Waisenhaus in Bububu, Sansibar, Tansania

Noch einmal kräftig an der Eisenstange gedrückt und dann ist er zu. Vollgepackt bis obenhin. Vollgepackt mit Kuscheltieren, Kleidung, Spielsachen und mit Geschirr. Knapp zwei Monate später als geplant, tritt der Container mit euren Spenden seine Reise nach Tansania, Afrika an. – Voller Freude, dass es endlich los geht, ahnen wir nicht, welche Hürden noch auf uns zukommen.

Ihr habt euch von euren Malbüchern, Bällen, Rucksäcken, Matratzen und Schuhen getrennt. Die SVler haben fleißigst sortiert, organisiert und notiert, ihre Pausen geopfert … und das Spielkind in sich wiederentdeckt – es musste natürlich nur getestet werden, ob alles noch funktioniert.

Nachdem wir eure Spenden Mitte April zu einem Sammelpunkt in die Grafschaft Bentheim gebracht hatten, mussten noch einige bürokratische Hürden überwunden werden. Dann endlich kam die Nachricht: wir bekommen am 21.06. einen Container für zwei Stunden zum Bepacken. So spielten am Freitagvormittag vier Erwachsene unter Hochdruck Tetris in Lebensgröße. Denn schnell wurde klar: nicht nur die Zeit ist knapp, sondern in Emden und der Grafschaft Bentheim wurden so viele Sachen gesammelt, dass jeder Zentimeter im Container genutzt werden muss – und seefest sollte es dazu natürlich auch noch sein. Nicht auszudenken, was bei einem Sturm passieren könnte, wenn ein Lattenrost oder ein voller Karton durch die Gegend fliegen würde. Schweißgebadet wurde der Container verplombt und auf seine lange Reise geschickt. Diese führte ihn von Nordhorn nach Bremerhaven. Nach einer kurzen Standzeit wurde er auf das Containerschiff verladen, mit dem es endlich auf die Seereise ging: um Europa herum, durch eine der meist befahrenen Seepassagen der Welt, die Straße von Gibraltar, über das Mittelmeer, durch den Suezkanal in Ägypten sowie über das Rote Meer. Schließlich noch durch das heikle Seegebiet vor Somalia, in dem Piraten lauern können. Trotz der Gefahren einer solchen Seereise kam der Container in Mombasa, Kenia, unversehrt an. Nach einer erneuten kurzen Standzeit wurde er Anfang August auf ein zweites Containerschiff umgeladen und über Daressalam, Tansania, nach Sansibar geschickt.

Da ich in den Sommerferien extra nach Sansibar geflogen war, um den Container in Empfang nehmen zu können, steig in mir nun die Aufregung und Unruhe. Zwar ist auf der letzten Etappe von Mombasa nach Sansibar die Ankunft des Schiffes grob abschätzbar, doch es kann immer etwas dazwischenkommen und dass die Sommerferien verlängert werden würden, war mehr als unwahrscheinlich. Die Zeit saß mir also auf diesem letzten Stück des Weges „im Nacken“, blieben schließlich nur noch 10 Tage Ferien.

Wann kommt der Container genau an? Wie haben die Sachen die oftmals raue See und die Verladungen überstanden? Wird der Container seinen Weg überhaupt bis nach Sansibar finden? Wird er noch verplombt sein oder wurde er unerlaubterweise unterwegs geöffnet? Ich überprüfte täglich die Koordinaten des Schiffes. Doch es bewegte sich kaum. Wie kann ein Schiff für so eine kurze Strecke so lange brauchen? Ich wurde zunehmen unruhig. Das Ende der Sommerferien raste in einem Affenzahn heran und das Schiff kam und kam nicht an. Und dann kam wirklich der Abreisetag: Voller Enttäuschung flog ich unerledigter Dinge zurück nach Deutschland. Doch nicht nur ich war enttäuscht: auch die ca. 55 Kinder im Waisenheim und ihre Betreuer hatten sichtlich mit der Desillusionierung zu kämpfen – sollte der Container doch bereits vor knapp zwei Monaten angekommen sein und sein Inhalt wird dringend gebraucht.

Am 21.08. erhielt ich dann schließlich die Mail: Das Schiff ist im Hafen von Sansibar eingelaufen und wird gelöscht (entladen). Juhu!! Der Container ist da! Voller Freude informierte ich die Leiterin des Waisenhauses, dass nun das Abholen des Containers und endlich die letzte Etappe vom Hafen in den Ort Bububu organisiert werden kann.

Meine Familie und ich hatten bereits viel Erfahrung mit tansanischen Behörden und der Bevölkerung. Doch dass es nun noch einmal knapp zwei Monate dauern sollte desillusionierte uns erneut. Unterschiedliche Sachbearbeiter, andere Gesetze, Unkenntnis, fehlende Papiere, Feiertage, Ferien und unregelmäßige Arbeitszeiten brachten uns an den Rand unserer Geduld. Selten empfand ich das afrikanische Sprichwort „ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit“ passender. Das rasante Arbeitstempo Deutschlands bzw. Europas als Maßstab zu setzen, war hier einfach absolut fehl am Platz. So wurden wir wieder auf eine sehr harte Geduldsprobe gestellt.

Erneut flog ich im Herbst nach Sansibar. Ich dachte, dass wir vor Ort mehr ausrichten, die langsam mahlenden Mühlen beschleunigen könnten. Der Gang zur Behörde und der Anruf bei unseren Kontaktpersonen wurden mein tägliches Ritual. Doch nichts. Weder das Einschalten eines Agenten als Vermittlungsperson und Helfer, noch alle anderen Bemühungen konnten das Auslösen des Containers beschleunigen. Erneut flog ich am Ende der Ferien unverrichteter Dinge zurück nach Deutschland. Dieses Mal vollkommen enttäuscht und wütend. Auch unsere sansibarischen Freunde wurden zunehmend ratlos. Was ist, wenn wir den Container nie bekommen? Was ist, wenn er noch ein halbes Jahr dort im Hafen steht? Wer zahlt die Standgebühr? Erneut stiegen Sorgen auf. Niemand konnte wirklich sagen, ob, wie oder wann wir den Container erhalten würden.

Umso überraschter erhielt ich Anfang November eine Nachricht mit Fotos: Der Container wurde ausgelöst, die Sachen wurden mit einem LKW über die sandige „Huckelpiste“ nach Bubu gebracht – und das in der Regenzeit, in der die Straßen unter Wasser stehen, Flip Flops an einem vorbei schwimmen und der kleine Hang zum Waisenheim einer steilen Rutschbahn gleicht.

Wieso der Container plötzlich ausgelöst werden konnte, vermochte niemand zu sagen. Letztendlich war es auch egal: eure Sachen waren endlich dort, wo sie sehnsüchtig erwartet wurden.

Nun beginnt das große Auspacken. Die monatelang verpackte Kleidung muss gesichtet und von Hand von den Kindern gewaschen werden – denn eine Waschmaschine gibt es nicht. Da selbst die Kindergartenkinder mithelfen, ist alles innerhalb einiger Tage gewaschen. Da ohnehin der Platz zum Trocknen knapp ist, wird die Kleidung auf dem Boden und vor den Hühnern getrocknet. Zum Glück sind auch Wäschespinnen bei den Spenden gewesen. Regale werden aufgebaut oder zwischenzeitlich als Tische genutzt, Kuscheltiere werde geknuddelt, Wippen (nachdem das Prinzip erklärt wurde) und Hula-Hopp-Reifen auf Herz und Nieren getestet. Die Regenschirme kommen gerade rechtzeitig in dieser ungewöhnlich langen Regenzeit: endlich kann der Weg vom Klassen- oder vom Schlafzimmer zum Klo halbwegs trockenen Kopfes gegangen werden…und der erste Regentanz mit vielen bunten Regenschirmen lässt nicht lange auf sich warten.

Doch es wird nicht alles auf einmal verteilt. Die Mehrheit der Sachen wird zurückgehalten. Mit so viel Besonderem muss gut gehaushaltet werden. Denn so kann jedes Kind zu Weihnachten und zum Geburtstag für eine lange Zeit ein kleines Geschenk bekommen. Weihnachtsgeschenke für alle gab es vorher noch nie. Es gibt aber auch noch einen zweiten Grund – auch wenn dieser seltsam klingen mag: So viel plötzlicher Besitz kann auch überfordern. Wer nie Spielsachen hatte, wer nie mehr als ein T-Shirt und eine Schuluniform besaß, wer nie sagen konnte „das ist meins!“ (selbst Zahnbürsten werden hier geteilt), kann von all den neuen Dingen auch überwältigt werden.

Bis wirklich alles aufgebaut, einbetoniert und genutzt werden kann, wird es sicher noch eine ganze Weile dauern. Das Arbeitstempo bei sehr feuchtschwülen 34 Grad ist einfach langsamer. Manches, für uns Selbstverständliches, erklärt sich nicht von allein und es wird Hilfe beim Aufbauen und beim ersten Benutzen gebraucht werden. Daher werde ich in den nächsten Ferien wieder nach Sansibar fliegen und halte euch auf dem Laufenden, ob das Trampolin oder die Schaukel schon benutzt werden können, ob die Rucksäcke treue Begleiter auf dem Schulweg sind oder ob die Kuscheltiere nachts auch sorgfältig über die Kinder wachen.

Durch die Unterstützung der letzten Jahre und durch eure große Spende geht es diesem Waisenheim mittlerweile für sansibarische Verhältnisse gut. Jedes Kind hat mindestens zwei eigene T-Shirts und eine kleine Schublade, in die es seine paar Habseligkeiten unterbringen kann.

Doch es gibt noch viele andere Waisenheime auf der Insel, die schlecht ausgestattet sind. Daher werden wir auch in Zukunft weiter Spenden sammeln und freuen uns, wenn ihr uns auch dann so fleißig unterstützt. Ahsante sana!

Ablauf des letzten Schultags vor den Ferien

Letzter Schultag vor den Sommerferien am Mittwoch, 15.07.2020 

Erste Std. (7.50 Uhr): Zeugnisausgabe für die A-Gruppen aller Jahrgänge beim Klassenlehrer/-lehrerin oder Tutor/Tutorin

Dritte Std. (9.40 Uhr): Zeugnisausgabe für die B-Gruppen aller Jahrgänge beim Klassenlehrer/-lehrerin oder Tutor/Tutorin

Der Unterricht endet jeweils nach einer Unterrichtsstunde. Die Busfahrzeiten wurden angepasst:

 

08:46 Uhr Schulzentrum Steinweg ZOB Linie 2
10:30 Uhr Schulzentrum Steinweg ZOB Linie 2

 

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