Max-Schülerinnen trafen Projektpartner in Oslo

Fünf Schulen, ein Thema: Zum Abschluss ihres ERASMUS+-Projektes SIRS (Social Integration of Refugees through Sports) haben sich jetzt Schülerinnen des Max-Windmüller-Gymnasiums mit ihren Partnern aus vier weiteren europäischen Staaten in Oslo getroffen. Im Rahmen des einwöchigen Treffens tauschten sich die Emderinnen mit Schülerinnen und Schüler aus Leeuwarden (Niederlande), Izmir (Türkei), Fort-de-France auf Martinique (Frankreich) und den gastgebenden Norwegen über ihre Arbeit im abgelaufenen Jahr aus. Gemeinsames Thema aller Schulen war die Integration von Flüchtlingen durch Sport. Seit 2016 haben die fünf Schulen sich mit unterschiedlichen Teilnehmern dieser wichtigen Aufgabe gestellt und dabei unterschiedliche Projekte durchgeführt und Erfahrungen gemacht. So hat die Emder Gruppe zunächst Informationen gesammelt: Neben einem Gespräch mit Edvija Imamovic von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe über die Herkunft und Situation von Flüchtlingen in Emden und einer Besichtigung der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in der Barenburgschule beeindruckte die Neuntklässlerinnen vor allem eine Begegnung mit einem aus Syrien geflohenen Journalisten. Die Schilderung von Folter und Gefängnis und der anschließenden Flucht über das Mittelmeer vermittelte einen Eindruck, warum Menschen ihre Heimat verlassen.

Daneben stand natürlich der Sport im Mittelpunkt: An drei Wochenenden veranstalteten die Mädchen mit geflüchteten und deutschen Kindern Sportnachmittage, bei denen schnell deutlich wurde, dass das gemeinsame Spielen schnell Herkunft und Sprachprobleme vergessen lässt – eine Erfahrung, von der auch die anderen Schulen berichteten.

Neben dem Austausch über den vergangenen Zeitraum wurde in Oslo weiter an Berichten und Videos gearbeitet, um das dreijährige Projekt abzuschließen. Zudem gab es natürlich auch ein touristisches Programm, in dessen Rahmen Sehenswürdigkeiten wie die Oper, das Nobel-Friedenszentrum oder die Skisprunganlage am Holmenkollen besucht wurden.

Dass Integration eine Aufgabe ist, die nicht mit dem Projekt endet, wurde im Zentrum des 22. Juli deutlich: Die Gedenk- und Bildungsstätte erinnert an die Anschläge des Jahres 2011, in deren Verlauf durch eine im Regierungsviertel gezündete Autobombe und ein anschließendes Massaker auf der vorgelagerten Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet wurden. Täter war damals ein Norweger, dessen rechtsextreme und fremdenfeindliche Gesinnung das Motiv für die Tat bildete. Der Besuch des Zentrums war für alle Besucher, aber insbesondere für die Osloer Schülerinnen und Schüler, die vielfach Opfer des Attentates persönlich kannten, sehr emotional.

Auch in Zukunft wollen die Schulen weiter zusammenarbeiten: Ein neues Projekt ist bereits beantragt und so hoffen die Partner auf einen baldigen positiven Bescheid.

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