Category Archives: Stolpersteine

Max-Schüler wirkten an Stolperstein-Verlegung mit

Das größte dezentrale Mahnmal der Welt ist wieder ein Stück gewachsen: Seit Sonnabend erinnern 25 neue Stolpersteine an ehemalige Bürger in Emden, die im Dritten Reich verfolgt wurden, gelitten haben oder umgebracht wurden.

Zu den Opfern dieser Zeit gehörte auch die Familie Steinberg, die lange Jahre ein gleichnamiges Modehaus in direkter Nachbarschaft des Rathauses geführt hatte. Trotz der zunehmenden Repressalien, die bereits am 1. April 1933 mit dem sogenannten Judenboykott für jedermann sichtbar wurden, hielt sich das Textilgeschäft bis zum Mai 1938.

Stolpersteine wurden auf Hochglanz poliert

Am Vortag des 78. Jahrestages der Reichspogromnacht haben Derya Aldemir, Jasmin Jansohn, Silje Harders und Rouven Miege vierzig Stolpersteine poliert, darunter auch die Steine der Eltern und Geschwister Max Windmüllers. Mit dieser Putzaktion soll an die Schändung tausender Synagogen und Geschäfte erinnert werden, die vom 9. auf den 10. November 1938 vor 78 Jahren überall in Deutschland stattgefunden hat.

Max-Schüler nahmen an Stolpersteinverlegung teil

Isaak Stein, Max Stein, Daniel Stein, Betti Stein, Fanny Stein, verh. Rosengarten, Alfred Rosengarten und Gustav Wendt – sieben Namen, die seit Dienstag wieder zum Stadtbild Emdens gehören. Wie für vierzehn weitere wurden für die genannten Personen Stolpersteine an ihren früheren Wohnorten verlegt, um so an sie zu erinnern. An der Verlegung beteiligt waren auch sieben Schülerinnen und Schüler des Max, die die Biographien verlesen haben und hier ihre Eindrücke schildern:

„Anerkennung für diese beispielhafte Erinnerungskultur“- Max-Double-Feature in der à-Lasco-Bibliothek war sehr gut besucht

Ein Film über die Namensenthüllung der Schule und ein Vortrag über das Projekt Stolpersteine – auf den ersten Blick hätte man meinen können, die beiden Programmpunkte des Max-Double-Features, das am vergangenen Montag in der Johannes-à-Lasco-Bibliothek präsentiert wurde, hätten nicht viel miteinander zu tun. Doch Schulleiter Frank Tapper hob gleich zu Beginn der Veranstaltung deren Gemeinsamkeit hervor: „Sowohl die Erinnerung an Max-Windmüller als auch an zahllose weitere Opfer des Nationalsozialismus sind wichtige Bildungsanliegen, die es den nachfolgenden Generationen ermöglichen, sich mit der Geschichte unseres Landes auseinanderzusetzen und daraus für die Zukunft zu lernen.“

Max-Schüler erinnerten an Opfer des Nationalsozialismus

Sophie, Fanni und Norbert Visser sowie Paul Lorbecki – Namen von Emder Bürgern, die bis vor kurzem fast vergessen waren. Nun sind sie wieder im Stadtbild präsent: Vier neue Stolpersteine, die im Rahmen der achten Verlegeaktion in Emden am Sonnabend gesetzt wurden, erinnern nun an ihr Schicksal. Zum zweiten Mal waren auch Schülerinnen des Max-Windmüller-Gymnasiums an der vom Arbeitskreis Stolpersteine organisierten Verlegung der Gedenksteine beteiligt: Shamsa Hasan, Sarah Nour El Din, Lisa Klinkhardt und Stina Wrede verlasen im Rahmen einer kleinen Zeremonie die Biografien der vier Opfer des Nationalsozialismus und erinnerten so an das ihnen widerfahrene Unrecht.

Max-Schüler putzten Stolpersteine

Anlässlich des 71. Todestages von Max Windmüller haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums den Stolperstein des Namensgebers der Schule und 38 weitere Gedenksteine geputzt. Zweimal im Jahr werden die Stolpersteine, die in Emden inzwischen an vielen Stellen zu finden sind, gereinigt: Zum 8. Mai, dem Tag des Kriegsendes 1945, und zum 9.November, dem Tag der Reichspogromnacht 1938.

Max Windmüller wurde am 21.4.1945 im Alter von 25 Jahren von einem deutschen SS-Mann kurz vor Kriegsende erschossen.

Max-Schüler gestalteten Verlegung von Stolpersteinen mit

Namen, die bis vor kurzem beinahe vergessen waren: Arthur und Clara Gans und ihre Tochter Senta und die Eheleute Salomon und Matel Igler mit ihren Kindern Josef, Lea, Rivkah, Kela und Mirjam. Zehn Menschen, die Bürger der Stadt Emden waren, bevor sie im Laufe der nationalsozialistischen Herrschaft aus ihrer Heimatstadt vertrieben und ausgewiesen wurden. Nur Salomon Igler konnte nach Amerika fliehen, doch gelang es ihm nicht, seine Familie nachzuholen, die ebenso ermordet wurde wie die Familie Gans.

An diese Emder erinnern nun zehn neue Stolpersteine, die der Künstler Gunter Demnig am Freitag im Rahmen einer Verlegeaktion von insgesamt 25 Steinen verlegt hat. Seit über 15 Jahren fügt er Gedenksteine an den Stellen, an denen die Opfer des Nationalsozialismus früher gewohnt haben, ins Pflaster ein und belebt damit die Erinnerung an die ehemaligen Bewohner der Häuser.