Damit das Summen nicht verstummt- Max nimmt an großem Hummel-Projekt der Universität Oldenburg teil

Welche Bedingungen benötigen Hummeln? Welche Anforderungen muss ihr Lebensraum erfüllen? Auf welchen Blüten lassen sich die Insekten nieder? – Mit all diesen Fragen beschäftigen sich in den nächsten Wochen Schülerinnen und Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums, das an einem Forschungsprojekt der Universität Oldenburg teilnimmt. Beteiligt sind daran die Mitglieder der Imker-AG der Schule und die Klasse 5b, wie Biologie-Lehrer Jochen Scheuermann erklärt. Vor einiger Zeit war er auf einen Aufruf der Universität gestoßen und sofort begeistert: „Das ist ein spannendes Projekt, das die Schüler für Insekten sensibilisiert“, erklärt Scheuermann, der bereits seit drei Jahren selbst Imker ist. Seit vergangenem Jahr leitet er auch eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft am Max, an der auch Grundschüler teilnehmen können. Insgesamt sind derzeit dreizehn Jungen und Mädchen mit viel Interesse und Wissbegier dabei.

Zu lernen gibt es gerade über Hummeln eine Menge: „Viele wissen nicht, dass Hummeln auch stechen oder beißen können“, so Freya Diekena. Die studentische Hilfskraft der Universität hat am Mittwoch ein Hummelvolk zum Max gebracht und den dazugehörigen „Logger“ in Betrieb genommen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Gerät, mit dem verschiedene Messwerte aufgezeichnet werden sollen: Neben der Temperatur und der Feuchtigkeit soll auch ermittelt werden, wie häufig die Insekten ihren Nistkasten verlassen, um Nektar und Pollen zu sammeln.

„Diese Daten werden einerseits für eine Forschungsarbeit an der Universität benötigt, andererseits werden sie aber auch für das EU-Projekt „Silence of the bees“ erhoben, das die Stadt Leeuwarden als diesjährige Kulturhauptstadt Europas durchführt“, so Diekena. Dieses Projekt thematisiert das Insektensterben, ein Problem, dessen Brisanz in den vergangenen Jahren stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt ist. Doch das ist nicht genug, weshalb die immense Bedeutung der Bestäuber schon für die Jüngsten ersichtlich werden soll.

Im gesamten Weser-Ems-Gebiet hat die Universität Oldenburg Hummelkästen aufgestellt: Von Großheide bis Meppen über Bremen und Cloppenburg gibt es insgesamt 15 Standorte, in Emden neben dem Max auch an der BBS II, die Grundschule Cirksena und der Oberschule Barenburg.

Am Max werden sich die Jung-Imker in den nächsten Wochen intensiv mit den Nutzinsekten beschäftigen, die bei gutem Umgang ganz und gar nicht gefährlich sind. Hummeln könne man auch streicheln, so Diekena: „Ist man lieb zur Hummel, ist die Hummel auch lieb zu uns.“

Stellten gemeinsam einen Hummelkasten auf: Freya Diekena (Universität Oldenburg), Imker Jochen Scheuermann, Assistenz-Imker Frank Stüdemann und Jung-Imker Jannis König (v.l.).

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