
„Heimatland“ – so lautet der Titel des neuen Buches von Güner Balci. Die Filmemacherin, Journalistin und Autorin setzt sich darin intensiv mit ihrer eigenen Biografie auseinander: mit ihrem Aufwachsen als Tochter türkischer Gastarbeiter in Berlin-Neukölln – einem Stadtteil, der sich seit ihrer Kindheit und Jugend stark verändert hat.
Zwar, so berichtet Balci, habe es auch früher Probleme gegeben, doch habe sich die Situation in vielerlei Hinsicht verschärft: Themen wie Parallelgesellschaften und die Ausgrenzung von Mädchen und Frauen zählen zu den zentralen Herausforderungen, mit denen sie sich in ihrem Buch auseinandersetzt. Ein besonders großes Problem stellt auch der Antisemitismus dar, der nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 noch einmal besonders zugenommen hat.

In einer eindrucksvollen Lesung und im anschließenden Gespräch mit Kai Gembler, der das Gespräch moderierte, schilderte Balci anhand einer Vielzahl von persönlichen Geschichten ihre Erfahrungen als Integrationsbeauftragte. Sie regten zum Nachdenken an und sorgten für eine lebendige Diskussion über die Herausforderungen an eine demokratische Gesellschaft.
Am folgenden Tag war sie zu Gast am Max-Windmüller-Gymnasium, wo sie mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 11, 12 und 13 über ihre Arbeit und ihre Perspektiven sprach. Auch hier entwickelte sich ein spannender Austausch mit vielen klugen Beiträgen, die diesen Besuch zu einer besonderen und bereichernden Erfahrung machten.

Ein herzlicher Dank gilt Güner Balci für ihren Besuch in Emden! Ebenso danken wir der Max-Windmüller-Gesellschaft, der Partnerschaft für Demokratie und dem Förderverein des Max-Windmüller-Gymnasiums für die engagierte Förderung dieser Veranstaltung!





