Astronomischer Beobachtungsabend mit Ausnahme-Seeing am Max

Himmelsbeobachtung auf dem Schulhof.

Anders als beim letzten Beobachtungsabend („Nicht nur Trockenastronomie im Regen“) war uns dieses Mal Petrus gewogen: Saharastaub konnte den klaren Himmel kaum trüben und dazu gab es noch Ausnahme-Seeing, wie die Astronomen sagen: Die Luft stand zeitweise in allen Schichten still, so dass wir auf dem Planetenscheibchen von Jupiter die beiden Hauptbänder mit knotenförmigen Verdickungen, kleinere helle ovale Fleckchen und feine Verwirbelungen in der Wolkenstruktur erkennen konnten. Ich selbst beobachte schon lange und kann mich kaum erinnern, einmal bessere Bedingungen gehabt zu haben. Der Jupiter auf dem Bild wurde an diesem Abend um 19.00 Uhr aufgenommen und gibt den Eindruck ganz gut wieder.

Um es in der Astronomen-Fachsprache zu sagen: ein Ausnahme-Seeing des Jupiter!

Der Astronomieclub Ostfriesland https://astronomie-club-ostfriesland.de/ hat die Veranstaltung ermöglicht, und dessen Mitglieder waren mit Teleskopen und Anschauungsmaterial angereist, dazu hatten auch noch Gäste ihre Instrumente mitgebracht. Allerdings hat die starke Lichtverschmutzung das Beobachten der anderen Objekte außer Jupiter deutlich erschwert. Aber von der Andromedagalaxie und dem Orionnebel konnte man schon visuell einen Eindruck bekommen. Wir haben uns über zahlreichen neugierigen Schülerinnen, Schüler, Eltern und anderen Gäste sehr gefreut. Die beteiligten Clubmitglieder berichteten mir, dass auch ihnen die Veranstaltung große Freude bereitet hat.

Jede Menge Entdeckungen am Himmelszelt sorgten für einen schönen Abend mit perfekten Bedingungen.

Bericht: Martin Stenke