Besonderer Besuch am Max: Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Katrin Himmler stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler und berichtete von ihrer Auseinandersetzung mit der Geschichte ihrer Familie. Als Großnichte von Heinrich Himmler, der als Reichsführer SS einer der Hauptverantwortlichen des Holocaust war, setzt sie sich seit Jahren mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinander.
Rieke Götemann berichtet von ihrem Besuch:
Der Besuch von Katrin Himmler an unserer Schule war sehr spannend und informativ. In ihrem Vortrag erzählte sie, warum ihre Familie zu Nationalsozialisten wurden und welche Rolle sie während der Zeit des Nationalsozialismus spielten. Außerdem berichtete sie darüber, wie ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg mit dieser Vergangenheit umging und wie unterschiedlich die Aufarbeitung innerhalb der Familie war.
Besonders interessant war, dass Katrin Himmler auch erzählte, wie sie eher zufällig begann, sich genauer mit der Geschichte ihrer eigenen Großeltern auseinanderzusetzen. Durch ihre Recherchen fand sie immer mehr über die Vergangenheit ihrer Familie heraus, was sie schließlich dazu brachte, ein Buch darüber zu schreiben. Sie beschrieb, dass diese Nachforschungen für sie teilweise sehr belastend waren gleichzeitig betonte sie auch, wie wichtig es ist sich mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen und motivierte uns dies auch zu tun.
Im Anschluss an den Vortrag fand eine Gesprächsrunde statt, in der wir Schülerinnen und Schüler persönliche Fragen stellen konnten. Dort sprach sie unter anderem darüber, warum sie ihren Nachnamen behalten hat und wie sie die aktuelle politische Situation wahrnimmt.
Der Besuch war für mich und viele andere Schülerinnen und Schüler sehr eindrucksvoll, weil man nicht nur historische Informationen erhielt, sondern auch persönliche Einblicke in den Umgang mit familiärer Verantwortung und Geschichte bekam.







