Wie kann Erinnerungsarbeit heute junge Menschen erreichen und zugleich historische Verantwortung lebendig halten? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Autorin und Content Creatorin Susanne Siegert, die am Dienstag im VHS-Forum Emden ihr Buch „Gedenken neu denken“ vorstellte.
Siegert, die mit ihrem TikTok- und Instagram-Account „Keine.Erinnerungskultur“ besonders viele junge Menschen anspricht, setzt sich intensiv mit Nationalsozialismus, Holocaust und moderner Gedenkkultur auseinander. Ihr Ansatz: Erinnerung darf nicht bei bekannten Symbolen und ritualisierten Formen stehenbleiben, sondern muss neue Perspektiven eröffnen und vor allem auch lokale, oft übersehene Geschichten sichtbar machen.
Moderiert wurde der Abend von Kai Gembler (Lehrer am Max-Windmüller-Gymnasium und Vorsitzender der Max-Windmüller-Gesellschaft) und Rieke Götemann und Deike Miege (Mitglieder der Projektgruppe „Keep the Memory Alive“ des Max-Windmüller-Gymnasiums), die im zweiten Teil der Veranstaltung ein Interview mit Susanne Siegert führten. Dabei stellten sie wichtige Fragen zu ihrer Arbeit auf Social Media, insbesondere zu ihrem Account „Keine.Erinnerungskultur“, sowie zur Rolle digitaler Bildungsarbeit in der heutigen Erinnerungskultur.
Ein spannender Abend mit vielen neuen Impulsen!
Eine Veranstaltung der Vortragsreihe „Vielfalt sicher begegnen“ der Max-Windmüller-Gesellschaft Emden e.V. Die Reihe ist Teil der Emder Partnerschaft für Demokratie und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.










