
Montag: Hinfahrt und erste Versuche
Am Montag sind wir um 6:30 mit dem Zug losgefahren, um am UNESCO Klimacamp in Heidelberg teilzunehmen. Leider wurde unser ursprünglich gebuchter Zug in Dortmund abgesagt, deswegen mussten wir schon in Münster umsteigen. Nach ca. 2 Stunden Verspätung kamen wir in Heidelberg beim Hauptbahnhof an. Nach dieser langen Reise mussten wir glücklicherweise nicht mehr so weit zum Institut laufen. Um ca.15 Uhr kamen wir im Institut für Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg an Dort hatten wir eine kurze Vorstellrunde mit Essen und Trinken, um die Teilnehmenden der anderen UNESCO Schulen kennen zu lernen. Danach starteten wir mit den Vorstellungen unserer Ergebnisse der Bodenproben, die wir für das Jahresthema in den letzten drei Monaten untersucht haben. Wir hatten den meisten Wasseranteil in unserem Boden.
Danach sind wir ins Labor gegangen und haben Versuche mit unseren Bodenproben gemacht. Um 18 Uhr gab es Abendessen im Institut und dann ging’s ins Hotel.

Dienstag: der Schwetzinger Schlossgarten, Bodenlabor und Digitales
Am Dienstag sind wir am Vormittag zum Schlossgarten gefahren und hatten am Nachmittag noch E-Learning und Virtuelles Learning.

Wir hatten eine Führung durch den Schlossgarten Schwetzingen. Dieser ist überall symmetrisch angelegt und es gibt es 12 Gärtner:innen, die den Garten betreuen und sicher gehen, dass alles schön symmetrisch bleibt. Der Garten hat sehr viele Figuren aus der griechischen Mythologie, außerdem spielen die vier Elemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde) immer wieder eine Rolle.

Kurfürst Karl Theodor ließ den Garten im 18. Jahrhundert anlegen. Während der Sommermonate beherbergte das Jagtschloss ca. 1500 Leute, die dort den Garten bewunderten und spielten. Vor allem das Spiel Blinde Kuh war sehr beliebt, weil sich die jungen Leuten dabei nähern kommen konnten als es zu der Zeit eigentlich erlaubt war.
Im Garten konnten wir sehen, wie die klimatischen Veränderungen die alten Bäume schädigen: Pilze dringen mit ihrem Mycel zwischen Holz und Rinde ein, was dazu führt, dass die Bäume sterben. Es wird nun daran geforscht, wie das verhindert werden kann. Für Ulmen gibt es z.B. eine Impfung mit einem „guten“ Pilz, der den Baum resistent gegen den schädlichen Pilzbefall macht. Problematisch sind auch die Minier-Motte für Kastanien und der Borkenkäfer. Aus den Samen der gesunden Bäume versuchen die Gärtner im Schlossgarten neue Schößlinge heranzuziehen und die abgestorbenen Bäume zu ersetzen.

Als wir am Nachmittag wieder im Institut waren haben wir ein Klimaspiel gespielt, in dem es darum ging, eine Farm vor extremen Klimaveränderungen zu beschützen. Beispielsweise kamen Windböen und man musste entscheiden, wie man dann handelt. Anschließend testeten wir im Labor bei welcher Bodenart das Wasser am schnellsten durchsickert, bzw. am besten gehalten werden kann.

Am Abend sind wir in die Heidelberger Altstadt gefahren, ein bisschen spazieren gegangen und waren um 19 Uhr zum Essen im Restaurant „Extrablatt“.
Mittwoch: letzte Versuche, Reise in den Boden als Virtual Reality und Heimfahrt
Am Mittwoch den 30.09.2026 war unser Abreisetag, aber am Vormittag haben wir noch Experimente im Labor gemacht. Dazu brauchten wir unsere Bodenproben die wir bei unserer Wetterstation in Emden genommen haben. In diesen Experimenten ging es darum herauszufinden was in unserer Erde ist (Kies, Sand, Schluff oder Lehm) und wie viel davon. Außerdem haben wir noch mit VR-Brillen zum Thema Boden gearbeitet. Dort ging es darum zu einem kleinen Lebewesen zu werden und die kleinen Dinge groß zu sehen. In den letzten Minuten gab es dann noch eine Zusammenfassung von den letzten Tagen und den Laborergebnissen.

Nach der Abschlussbesprechung und Verabschiedung ging es zur Bahn und der Rückweg wurde angetreten. Dann waren die schönen, aber leider kurzen Tage auch schon wieder vorbei.
Bericht: Annie, Ben, Jantje, Jonathan und Maren





