Erasmus+-Delegation bereiste Italien

Im Zuge des Erasmus+ Programmes hatten Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs die Möglichkeit eine Woche in Italien zu verbringen.
Die Gruppe lernte sich bereits im April beim Besuch der italienischen Jugendlichen in Emden kennen und im Laufe der Woche konnten einige Freundschaften geschlossen werden. Dementsprechend groß war die Freude sich endlich wiederzusehen.
Der Austausch stand unter dem Thema Hochwasser und Hochwasserschutz. Beide Seiten sind davon betroffen, aber auf unterschiedliche Weise. Während wir in Ostfriesland eher Probleme bei Sturmfluten und extremen Hochwasser haben, müssen die Italiener sich besonders vor Überschwemmungen durch Regen und dem Ausufern des Flusses schützen.
Daher war es interessant auch eine andere Art der Hochwassergefährdung kennenzulernen.

Nachdem es am Dienstag vor allem darum ging, wieder ins Gespräch zu kommen und die Schule kennenzulernen, stand am Mittwoch eine Wanderung an.
Gemeinsam mit einem lokalen Guide wanderte die deutsche Gruppe durch den nahegelegenen Adelasia Natur Park, dem Regionalpark mit der meisten Bewaldung in ganz Italien. Dort folgte die Gruppe dem ehemaligen Verlauf des Wassers und lernte, dass einerseits viele Quellen sich verändert haben, es andererseits aber auch so trocken ist, dass der Wasserspiegel der Flüsse teils um mehr als 20 cm sinkt und manche Flussläufe sogar vollständig austrocknen.
In jedem Fall bedeutet das für die Einwohner der umliegenden Orte Umstellung und ständige Anpassung an die Wasserspiegel der Flüsse.
Ein Highlight gab es aber dennoch. Nach langer Wanderung schafften alle es auf die Spitze des Berges ,,Rocco dell‘Adelasia“. Von dort aus hat man eine grandiose Aussicht über große Teile der Landschaft und bei gutem Wetter sind sogar die Alpen zu sehen.

Auch am Donnerstag war wieder eine Wanderung geplant. Dieses Mal jedoch mit der gesamten Gruppe.
In dem Ort Noli gibt des einen Wanderweg von dem aus man nicht nur eine tolle Aussicht auf Noli und das nahegelegene Savona hat, sondern auch auf das Mittelmeer und bei klarer Sicht sogar auf die Großstadt Genua.
Einige Schülerinnen und Schüler sahen noch einen Aussichtspunkt, von dem aus man wie aus einer Höhle in Richtung Meer schauen konnte.
Anschließend folgte noch ein kleiner Trip durch Savona, welcher das Besichtigen einer alten Festungsanlage beinhaltete und mit einem typisch italienischen Essen in einer lokalen Trattoria endete.

Den letzten gemeinsamen Tag verbrachte die gesamte Gruppe in Genua. Dort gab es zuallererst eine interessante Stadtführung, bei der auf viele historische Gebäude eingegangen und die Kultur der Stadt beschrieben wurde.
Danach konnten die Schülerinnen und Schüler die Stadt auf eigene Faust erkunden und viele probierten die typisch genuesische Pasta mit Pesto sowie Focaccia und natürlich durfte auch ein Gelato nicht fehlen.

Insgesamt war der Austausch nicht nur hinsichtlich dem Lernen über Hochwasser und Hochwasserschutz erfolgreich, sondern auch besonders in Sinne vom Kennenlernen einer anderen Kultur und dem Entstehen von internationalen Freundschaften.

Bericht: Feemke Hensmann und Marie Everwien