Gedenken an den 85. Jahrestag der Deportation der letzten Juden aus Emden

Ein Davidstern zur Erinnerung an die Opfer der Deportationen aus Emden wurde aus Kerzen vorm Bahnhof aufgestellt.

Am 23. Oktober 1941 wurden 122 Bewohner des jüdischen Altenheimes in der Claas-Tholen-Straße zum Emder Bahnhof getrieben, um von dort nach Łódź in das Ghetto Litzmannstadt verschleppt zu werden. Bereits einen Tag zuvor waren 23 weitere Bewohner nach Varel deportiert worden. Mit diesen Tagen endete vor 85 Jahren die Existenz der jüdischen Gemeinde in Emden – nach etwa 400 Jahren.

Freyja Hüsing von „Keep the Memory alive!“ sprach ebenso wie Bürgermeisterin Andrea Risius.

An dieses Ereignis erinnerte die Max-Windmüller-Gesellschaft gemeinsam mit der Projektgruppe „Keep the Memory Alive!“ am Freitag. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung mahnte Bürgermeisterin Andreas Risius, dass es gerade in der heutigen Zeit wichtig sei, an dieses Verbrechen zu erinnern. Auch Freyja Hüsing von „Keep the Memory Alive!“ betonte, dass das Gedenken ein Auftrag sei: „Erinnerung bedeutet nicht nur zurückzublicken. Sie bedeutet auch, Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.“ Während der Verlesung der Namen wurden Kerzen zum Gedenken an die Opfer aufgestellt. Alle wurden während der Shoah ermordet.

Auch Teilnehmer der Gedenkveranstaltung waren eingeladen, Kerzen aufzustellen.