„Keiner geht hin“ – Ein Theaterabend, der noch lange nachwirkt

Vor nahezu ausverkauftem Haus feierte die Theater-AG des Max-Windmüller-Gymnasiums am Dienstag im Festspielhaus am Wall die Uraufführung ihres neuen Stückes „Keiner geht hin“. Ein außergewöhnlicher Theaterabend, der nicht nur durch seine Aktualität, sondern auch durch seine künstlerische Qualität beeindruckte – ein Stück, über das man sicherlich noch lange sprechen wird.

Im Mittelpunkt steht eine Frage, die angesichts einer sich verändernden Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt und derzeit auch viele junge Menschen beschäftigt: die Wehrpflicht. Wie geht man mit ihr um? Welche Verantwortung trägt der Einzelne gegenüber der Gesellschaft? Und wie lassen sich Sicherheit, Freiheit und persönliche Lebensentwürfe miteinander vereinbaren? Ausgehend von Fragmenten unterschiedlicher Quellen entwickelten Wilke Held und Niklas Eilers (Jahrgang 12) ein Theaterstück, das sich diesem hochaktuellen Thema aus verschiedenen Perspektiven nähert.

Getragen wurde die Aufführung von einer beeindruckenden schauspielerischen Leistung des Ensembles. Die jungen Darstellerinnen und Darsteller überzeugten mit großer Präsenz, Spielfreude und emotionaler Tiefe. Immer wieder wurde deutlich, wie viel Engagement, Probenarbeit und Talent in diesem Projekt stecken.

Besonders bemerkenswert war zudem die enge Zusammenarbeit verschiedener Bereiche der Schule. „Keiner geht hin“ war eine echte Koproduktion: Im Orchestergraben vor der Bühne sorgten Musikerinnen und Musiker des Max-Windmüller-Gymnasiums unter der Leitung von Lisa Krüp und Katharina Koop für die musikalische Begleitung und verliehen vielen Szenen zusätzliche Intensität. Die Verbindung von Schauspiel und Livemusik machte den Abend zu einem besonderen Erlebnis, der mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen bedacht wurde.

Ein großes Kompliment gilt allen Beteiligten, die diesen Theaterabend möglich gemacht haben – den Schauspielerinnen und Schauspielern, den Musikerinnen und Musikern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen. Besonderer Dank gebührt den beiden Gestaltern Niklas Eilers und Wilke Held, die mit „Keiner geht hin“ ein Stück geschaffen haben, das zeigt, wie lebendig, relevant und anspruchsvoll Schultheater sein kann.

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