
„Es gibt immer Menschen, die denken: Es geht mich nichts an, darum interessiert es mich nicht. Damit wir nicht so denken, haben wir das gemacht.“ Dieses Fazit zog Schülerin Lotta am Montag zum Abschluss des Workshops mit den Zeitzeugen.

Einen ganzen Vormittag lang hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 5d die Gelegenheit, die Zweitzeugen Chris Zeevaert und Julie Wildschutz bei uns am Max-Windmüller-Gymnasium zu erleben. In eindrucksvoller Weise vermittelten sie die Lebens- und Überlebensgeschichten von Tamar Dreifuss und Eva Weyl. In der intensiven Auseinandersetzung mit den Schicksalen dieser beiden Überlebenden der Shoa wurden die Schülerinnen und Schüler selbst zu Zeitzeuginnen und Zeitzeugen – ganz im Sinne des Holocaust-Überlebenden und späteren Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel, der einmal sagte: „Wer einmal einem Zeugen zuhört, wird selbst zu einem.“

Ursprünglich war der Workshop bereits für Februar geplant, unmittelbar nach den Zeugnisferien und in zeitlicher Nähe zum Geburtstag von Max Windmüller. Doch die winterlichen Witterungsbedingungen mit starkem Schneefall und Eis führten damals zu einem unerwarteten Schulausfall, sodass ein Nachholtermin gefunden werden musste. So fand der Workshop nun einen Tag vor dem Jahrestag der Ermordung von Max Windmüller in den beiden verbliebenen Klassen statt.

Wir danken den ZweitZeugen herzlich für ihren Besuch und ihr Engagement und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!
Das Projekt konnte auch in diesem Jahr dank der freundlichen Unterstützung der Ostfriesischen Volksbank sowie des Fördervereins des Max-Windmüller-Gymnasiums realisiert werden – herzlichen Dank!





