Am 26. April 1986 ereignete sich nahe der ukrainischen Stadt Tschernobyl die folgenschwere Tschernobyl-Katastrophe – der bislang schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Durch die Explosion eines Reaktorblocks wurden enorme Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt, die sich mit einer Wolke über weite Teile Europas verteilten. Vier Jahrzehnte später sind die Auswirkungen dieser Katastrophe noch immer auf ökologischer, gesundheitlicher und gesellschaftlicher Ebene spürbar.
Zum 30. Jahrestag im Jahr 2016 hatten Schülerinnen und Schüler des damaligen Deutsch-Leistungskurses ein Zeitzeugen-Projekt initiiert. Sie führten Gespräche mit Menschen, die die Ereignisse von 1986 bewusst miterlebt hatten – darunter auch der 2018 verstorbene ehemalige SPD-Landesvorsitzende Johann Bruns oder der 2025 verstorbene langjährige Amtsarzt Eimo Heeren.
Die daraus entstandenen Beiträge wurden in einer Serie in der Ostfriesen-Zeitung veröffentlicht und geben bis nach wie vor eindrucksvolle Einblicke in persönliche Erinnerungen, Wahrnehmungen und den Umgang mit der Katastrophe im Alltag der Menschen. Auch zum 40. Jahrestag behalten diese Berichte ihre Bedeutung: Sie erinnern daran, wie tiefgreifend das Ereignis das Leben vieler geprägt hat.












